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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... handelt es?" "Von einer eher komplizierten Liebesbeziehung." "Sind Liebesbeziehungen nicht meistens kompliziert?", halte ich dagegen. "Ja, aber in diesem Fall kommt noch etwas dazu." "Das wäre?" "Er ist ...", stottert Sam. "... er ist dominant." "Und sie unterwirft sich ihm?" "Nicht wirklich", grinst er. "Das könnte ich sein", grinse nun auch ich. "Komm, ich bringe dich zu deinem Platz", meint er schmunzelnd. Ich würde gerne wissen, was er denkt, aber ich traue mich nicht, ihn zu fragen. Vor einem kleinen Podest sind einige Stuhlreihen aufgestellt. Er führt mich bis zur ersten Reihe und deutet auf einen Stuhl. "Hier sind wir. Das ist dein Platz." "Danke!", sage ich. Während ich mich hinsetze, frage ich mich, wo er sitzen wird, wenn er überhaupt sitzen darf. Dabei würde ich mich wohler fühlen, würde er bei mir bleiben. Ich finde ihn sympathisch, sehr sogar. Zu meiner Überraschung nimmt er tatsächlich direkt neben mir Platz. Entspannt schlägt er ein Bein über das andere und lehnt sich gelassen zurück. "Du siehst übrigens umwerfend aus. Das Kleid steht dir sensationell gut. Aber ich denke, du würdest selbst in einem Kartoffelsack zum Anbeißen aussehen." "Du findest mich zum Anbeißen?", frage ich ihn neckend. "Äh, war das zu aufdringlich?" "Nein, ich finde es süß. Aufdringlich sieht bei mir anders aus." "Wenn das so ist, dann kann ich es ja zugeben, ich finde tatsächlich, du siehst zum Anbeißen aus." Weiter kommen wir ...
... mit unserem Gespräch nicht, denn es wird eine Seitentür geöffnet und ein Mann kommt in den Saal, den ich auf Anhieb erkenne. Immerhin habe ich ihn schon oft genug im Fernsehen gesehen, es ist der amerikanische Präsident. Seine Augen suchen die erste Reihe ab und bleiben dann an mir hängen. Er mustert mich von Kopf bis Fuß und kommt dann entschlossen auf mich zu. Als er vor mir steht, streckt er die Hand aus. "Guten Tag, Frau Serinskaya, es ist mir eine große Freude, sie im Weißen Haus begrüßen zu dürfen." "Die Ehre ist ganz meinerseits", antworte ich. Dabei nehme ich die Hand und mache einen Knicks. Wie bitte verhält man sich dem amerikanischen Präsidenten gegenüber? Ich habe keine Ahnung und bin völlig verunsichert und überfordert. "Aber nicht doch, ich muss mich vor ihnen und ihren Leistungen verbeugen, nicht umgekehrt." "Ich habe nur meine Pflicht getan." "Das aber ausgesprochen gut", grinst er aufmunternd. Der US-Präsident setzt sich neben mich. Ich kann es nicht glauben. Aus einem Instinkt heraus greife ich neben mich und nehme Sams Hand, um mich daran festzuhalten. Als ich ihn anschaue, wird mir klar, dass er mich fragend anschaut. "Ich sitze neben dem amerikanischen Präsidenten", flüstere ich ihm voller Ehrfurcht zu. "Na und? Er hat dich eingeladen." "Verstehst du mich nicht? Ich bin ein ganz normales Mädchen aus der Ukraine. Wie komme ich zu so einer Ehre? Ich bin nicht wichtig." "Oh doch, du bist wichtig und wirst gleich erfahren, ...