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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... genießt sie diplomatische Immunität." "Ob die Russen das auch so sehen?" "Da bin ich mir ziemlich sicher. Wenn sie den Diplomatenstatus eines Mitgliedes in der Delegation eines Außenministers nicht mehr respektieren, dann werden sie sich in Zukunft schwertun, Verhandlungen mit anderen Staaten aufzunehmen." Der Sekretär schaut mich fragend an. Zunächst verstehe ich nicht, was er will. Doch dann wird mir klar, er möchte auch meine Meinung dazu hören. "Ich tue das, was der Herr Außenminister von mir erwartet. Ich bin seine Beraterin und ihm damit unterstellt", antworte ich gelassen. "Sie haben keine Angst?" "Dieses Risiko gehe ich ein. Ich bin noch vor keinem Gegner davongelaufen." "Dann fliegen wir beide nach Moskau", entscheidet Sam. "Aber ich habe nichts anzuziehen", gebe ich zu bedenken. "Wir haben nur das, was wir im Rucksack haben." "Keine Sorge, darum kümmere ich mich. Sie müssen mir nur die Maße und Größen aufschreiben", meint der Sekretär. "Was passiert dann?", frage ich. "Ich lasse von kompetenten Leuten die nötige Kleidung besorgen." "Wenn das so ist, dann auf ins Land des Feindes", grinse ich. "Ana, wir sind auf einer diplomatischen Mission", grinst Sam mit einem gespielt tadelnden Unterton. "Warum nennst du mich immer Ana?" "Weil es mir gefällt", antwortet er. "Du bist der einzige, alle anderen nennen mich Anastasia." "Das möchte ich hoffen. Als dein Freund habe ich bestimmte Privilegien", grinst er. Während Sam ...
... und ich in einen der beiden Hubschrauber klettern, wird unsere Ausrüstung für den Urlaub im anderen verstaut und der Sekretär holt von dort eine kleine Tasche und reicht sie mir. "Was ist das?", frage ich etwas irritiert. "Ihre Kleidung für die Zivilisation", grinst der Sekretär. "Jene vom Herrn Außenminister haben wir bereits an Bord gebracht." Ich schaue in die Tasche und finde dort die Kleidung, mit der wir von Washington aus nach Alaska aufgebrochen sind. Mir fällt auf, dass sie gewaschen und gebügelt ist. Sie ist zwar etwas salopp, aber nur für die Reise nach Moskau reicht sie aus. Darin dem russischen Außenminister gegenübertreten kann ich allerdings nicht. Wir heben wenig später ab und nehmen Kurs auf Anchorage. Erst mit der Zeit wird mir klar, dass ich nun auf dem Weg nach Moskau bin, ich die Agentin. "Mach dir keine Sorgen. Du gehörst zu meiner Delegation, keiner wird es wagen, dir auch nur ein Haar zu krümmen", versucht Sam mich zu beruhigen. Er scheint zu ahnen, was in mir vorgeht. "Du hast leicht reden. Ich war noch vor wenigen Wochen eine kleine unscheinbare Agentin in Ausbildung. Ich bin losgezogen zu meiner ersten größeren Mission." "Das nenne ich eine erfolgreiche Mission", grinst er. "Sam, sei doch bitte ernst. Ich frage mich, ob ich der Situation gewachsen bin." "Das bist du!" "Was macht dich da so sicher?" "Du bist gut ausgebildet, zielstrebig und mutig." "Woher weißt du das?" "Ich habe dich in Aktion gesehen. Du hast ...