1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... die Aufgabe bekommen, eine Uniform für mich aufzutreiben. Ich hoffe, er hat ein Auge für Kleidergrößen.
    
    Kapitel 15
    
    Zusammen gehen wir in ein Gebäude. Der Mann, der sich als Kommandant der Abwehreinrichtung vorstellt, erklärt uns die Anlage mit sichtlichem Stolz. Sie ist erst vor kurzer Zeit erneuert worden und damit auf dem neuesten technischen Stand. Ihnen könne so etwas, wie auf der Krim, nicht passieren, meint er.
    
    Wenn der wüsste, dass ich eine ukrainische Spionin bin, würde er mir die Abwehrbasis sicher nicht so bis ins kleinste Detail erklärt. Wenn er auch noch wissen würde, dass ich für die Zerstörungen auf der Krim verantwortlich bin, wäre er sicher vorsichtiger.
    
    Während wir unsere Führung bekommen, werden verschiedene Dinge zu unserem U-Boot gebracht und verladen. Das ist auch der eigentliche Grund unseres Zwischenstopps. Wir brauchen noch ein paar Lebensmittel und Raketen.
    
    Die Plattform ist ideal für das Auffüllen unserer Bestände. Neben ihrer Aufgabe als Abwehreinrichtung dient sie auch als Versorgungsstation. Sich im Krisenfall der Küste zu nähern, könnte gefährlich sein, wie bei uns zum Beispiel. Niemand kann sagen, dass nach dem Kommando der Schwarzmeerflotte nicht auch der Hafen unter Beschuss genommen wird.
    
    "Hier, die müsste passen", meint plötzlich der Kommandant der Plattform zu mir.
    
    Dabei hält er mir ein Bündel Stoff unter die Nase. Er reißt mich damit aus meinen Gedanken und ich brauche einen Augenblick, um zu verstehen, was er meint. ...
    ... Dann fällt es mir, wie Schuppen von den Augen: Die Uniform!
    
    "Oh, danke!", sage ich. "Wo kann ich mich umziehen?"
    
    Der Kommandant der Plattform grinst etwas hinterhältig und schaut dabei Viktor an. Ich kann die schmutzigen Gedanken förmlich an seinen Augen ablesen. Er würde es am liebsten sehen, würde ich mich gleich hier an Ort und Stelle entkleiden. Als er jedoch den Blick meines vermeintlichen Vorgesetzten sieht, wird er schlagartig ernst und räuspert sich.
    
    "Äh, ja, hier drinnen bitte. Das ist ein Bad."
    
    Dabei geht er zu einer Tür in der Nähe und öffnet sie für mich. Ich husche hinein und schließe hinter mir die Tür. Leider gibt es keine Möglichkeit, abzuschließen und ich fühle mich ein wenig unwohl. Der lüsterne Blick des Mannes lässt keinen Zweifel offen, dass er mich gerne beobachten würde.
    
    Ich vertraue jedoch auf Viktor, dass er nicht zulassen wird, dass jemand die Tür öffnet, um mich zu beobachten. Er will mich schließlich für sich haben und ich schätze ihn nicht als Mann ein, der bereitwillig teilt.
    
    Trotzdem beeile ich mich und ziehe mich hastig aus und dann die Uniform an. Sie passt nicht schlecht. Die Hose sitzt perfekt, die Jacke wäre eine Nummer kleiner besser, aber es könnte schlimmer sein.
    
    Schon kurze Zeit nachdem ich im Bad verschwunden bin, komme ich schon wieder zum Vorschein. Olimov mustert mich und lächelt zufrieden. Offenbar mache ich auch in Uniform eine gute Figur.
    
    Meine Kleider habe ich unter den Arm genommen und stelle mich wieder ...
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