1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Vizekommandant.
    
    "Und jenen auf die Ölplattform", ergänze ich.
    
    "Den auch?", staunt nun der Kommandant. "Sie sind General und damit der höchste Dienstgrad an Bord."
    
    "Ich bin aber bei der ukrainischen Armee und habe vermutlich auf einem amerikanischen U-Boot nicht viel zu melden."
    
    "Wir respektieren selbstverständlich die Befehlshaber befreundeter Mächte", meint der Kommandant.
    
    "Das sehe ich", sage ich spöttisch und deute auf meinen nackten Körper.
    
    Der Kommandant wird knallrot im Gesicht. Auch die anderen Offiziere, die sich an seiner Aktion beteiligt haben, schauen betreten drein. Jetzt, wo ihnen bewusstwird, dass ich im Dienstgrad deutlich über ihnen stehe, und noch dazu zu einer befreundeten Macht gehöre, werden sie mehr als unsicher.
    
    "Können wir das, was geschehen ist, vergessen?", meint der Kommandant kleinlaut.
    
    Ich schaue ihn perplex an. Ich frage mich, ob er das tatsächlich gesagt hat. Aber sein abwartendes Gesicht und sein ängstlicher Blick lassen keinen Zweifel zu. Deshalb stemme ich entsetzt meine Hände in die Hüften, stehe auf und stelle mich vor ihm hin.
    
    "Das, was ihr gemacht habt, ist niemals zu tolerieren. Auch, wenn ich eine russische Schlampe, wie ihr mich genannt habt, gewesen wäre, könnte ich ein Verhalten, wie ihr es an den Tag gelegt habt, niemals entschuldigen. Ich werde Meldung machen!", stelle ich klar.
    
    "Das bedeutet aber da Aus für unsere Karrieren", wirft er ein.
    
    "Das hättet ihr euch vorher überlegen sollen. Ihr kennt ...
    ... die Regeln genau und habt euch bewusst darüber hinweggesetzt. Ihr braucht nicht mir die Schuld zu geben, das habt ihr euch selbst eingebrockt."
    
    "Wir könnten sie verschwinden lassen", meint plötzlich einer der unteren Ränge.
    
    "Sei still du Idiot", fährt ihn der Kommandant an.
    
    "Warum, wenn sie weg ist, kann sie keine Meldung mehr machen", verteidigt sich der andere.
    
    "Du solltest besser nachdenken, bevor du sprichst", antworte ich ihm grinsend. Ich habe mich zu ihm umgedreht. "Jetzt, wo alle wissen, dass ich an Bord bin, wird das nicht mehr funktionieren."
    
    "Du könntest über Bord gefallen sein", grinst er verschwörerisch.
    
    "Ich habe an Bord dieses Bootes nichts zu sagen, aber ich würde euch raten, diesen Typen wegzusperren. Seine Dummheit ist gefährlich", sage ich zum Kommandanten. "Für euch alle."
    
    "Wie das?", ist dieser etwas überrumpelt.
    
    "Dass ihr mich nicht einfach über Bord werfen könnt, müsste euch klar sein. Das würde Fragen aufwerfen, sehr unangenehme noch dazu. Damit ist auch dieser Vorschlag Müll. Aber dieser Mann ist gemeingefährlich. Der reitet euch so richtig in die Scheiße, wenn ihr ihm nicht vorher das Handwerk legt."
    
    "Wir lassen uns von einer Nutte, wie dir, nichts befehlen", fährt mich der Mann an, der mich über Bord werfen wollte. Unbändiger Hass blitzt in seinen Augen auf. Ich schätze, er ist karrieregeil und würde alles tun, um weiterzukommen oder, wie in diesem Fall, einen Rückschlag zu vermeiden.
    
    "Es war nur ein gut gemeinter Rat. ...
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