1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... größer ist.
    
    "Ich schlage vor, sie ziehen sich erst einmal um und dann räume ich die Sachen von Samuel weg."
    
    "Wie heißen sie?", frage ich.
    
    "Ich?", ist er überrascht. "George Ferrigan."
    
    "Gut, ich bin Anastasia."
    
    "Ich darf sie beim Vornamen nennen?"
    
    "Sie dürfen auch du sagen, wenn ich das auch darf", grinse ich.
    
    "Natürlich, das würde mich sehr freuen", ereifert er sich.
    
    "Na dann, George, gehe ich mich, mal umziehen."
    
    Ich betrete die Kabine und schließe die Tür hinter mir. Ich schaue mir die Uniform an und stelle fest, dass sie tatsächlich passen könnte. Hastig schlüpfe ich aus meinen Klamotten und lasse nur das Höschen an. Dann ziehe ich mir die Sachen über, die mir George gegeben hat und kann erfreut feststellen, dass alles fast perfekt passt. Die Hose könnte zwei Zentimeter länger sein, aber daran soll es nun wirklich nicht scheitern.
    
    Als ich die Jacke überziehe, stelle ich schmunzelnd fest, dass darauf die Schulterstücke zwar nicht original sind, aber er muss die Abzeichen für einen General auf ein Stück Stoff gemalt haben. Sie sind kaum von den echten zu unterscheiden.
    
    Als ich die Tür wieder öffne, steht George an die Wand des Ganges gelehnt da und scheint auf mich zu warten. Deshalb lächle ich ihn an und auch er schenkt mir ein Lächeln.
    
    "Könnte ich etwas zu Essen bekommen? Auf dem russischen U-Boot war die Verpflegung nicht besonders."
    
    "Hunger brauchst du bei uns sicher nicht leiden", meint er vergnügt.
    
    Er führt mich in die Kombüse ...
    ... und gibt dem Koch Anweisung, mir etwas zu Essen zu machen. Dieser schaut zunächst etwas verwirrt auf meine Uniform und die Schulterstücke, dann aber knallt er die Hacken zusammen und macht sich eilig an die Arbeit.
    
    Wenig später steht auch schon ein Teller mit dampfenden Nudeln auf dem Tisch und ich mache mich mit Heißhunger daran, diese zu verschlingen. Sie schmecken echt köstlich.
    
    Kapitel 18
    
    Drei Tage habe ich inzwischen auf dem US-U-Boot zugebracht. Es waren drei entspannte Tage. Mir wird nun der Respekt entgegengebracht, wie ich mir das von Anfang an gewünscht hätte. Ich bin mir sicher, die Uniform und die von George gemalten Schulterstücke tragen maßgeblich dazu bei.
    
    "In etwa einer Stunde landet der Hubschauer, der dich zur nächsten Militärbasis bringen wird", informiert mich George. Er scheint mich gesucht zu haben.
    
    "Du kommst mit mir mit!", sage ich.
    
    "Ich, warum?"
    
    "Weil ich das so haben möchte."
    
    "Ich frage nach", sagt er nur und ist schon wieder weg.
    
    Wenig später ist er zurück und erklärt mir, dass meinem Wunsch stattgegeben wurde und er mich begleiten wird.
    
    Das U-Boot ist inzwischen aufgetaucht und wir sind ausgestiegen. Es dauert einige Zeit, bis wir in der Ferne das typische Geräusch eines Hubschraubers wahrnehmen. Wenig später kann ich dann auch am Himmel einen Punkt ausmachen, der auf uns zu hält.
    
    Es dauert noch eine knappe halbe Stunde, bis er auf dem Rumpf des Bootes vorsichtig aufgesetzt hat und wir einsteigen. Der Pilot und der ...
«12...878889...164»