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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... aber um eine völlig neue Art von Flugzeug handelt, die auch von der Form her erheblich anders ist, bin ich noch etwas mehr aufgeregt, als ich es bei jedem anderen Flieger wäre. Ich halte auf die Landebahn zu und setzte dann ganz nach Gefühl auf. Man könnte zwar auch den Autopiloten landen lassen, das ist aber zum einen etwas ruppig und zum anderen würde dies mein Ehrgeiz nie und nimmer zulassen. Was ein richtiger Pilot ist, der bringt den Vogel selbst auf die Erde. Und so mache ich es auch. Fast butterweich setzen die Reifen auf der Piste auf und ich bremse nun mit der Schubumkehr kräftig ab. Als wir nur noch langsam zum Standplatz rollen, bin ich froh, dass alles so perfekt gelaufen ist. "Alle Achtung, besser könnte ich es auch nicht. Und das beim ersten Mal", lobt Ben. "Du hättest nicht Lust, zu uns zu wechseln." "Danke für das Angebot. Ich überlege es mir. Mal schauen, was deine Regierung mit mir vorhat", antworte ich. "Du kannst dich jederzeit bei mir melden", versichert er. Inzwischen steht die Maschine und wir klettern heraus. Mir fällt auf, dass in der Nähe drei schwarze SUVs mit abgedunkelten Scheiben warten. Ich frage mich, ob es sich dabei um das Empfangskomitee für eine hochgestellte Persönlichkeit handelt. Könnte gut sein, dass nach uns noch jemand landet. "Wer ist denn das da drüben?", frage ich Ben. "Das ist deine Mitfahrgelegenheit", meint er. "Meine? Ich dachte, da kommt ein ganz normales Auto." "Du bist eine hochgestellte ...
... Persönlichkeit." "Ich doch nicht", wehre ich ab. Zusammen mit Ben stehe ich neben der Maschine, als die Wagentüren beim Konvoi geöffnet werden und fünf Männer auf uns zukommen. Einer geht voraus, die anderen halten Abstand und bilden hinter ihm eine Linie. Es sieht so aus, als würde es sich dabei um Leibwächter handeln. Andererseits sind vier etwas viel. Normalerweise sind nur zwei Agenten zum Schutz einer Person abgestellt. Eine Ausnahme dabei bildet natürlich der Präsident, bei uns zumindest. "Nicht schlecht! Der Verteidigungsminister persönlich kommt dich abholen", staunt Ben. "Er ist Fan von mir", grinse ich etwas verlegen. Inzwischen hat uns der Mann vorne fast erreicht. Er strahlt über das ganze Gesicht und kommt mir beinahe wie ein kleines Kind vor, das ein Geschenk bekommen hat. "Frau Anastasia Serinskaya?", erkundigt er sich. "Ja, das bin ich." "Es ist mir eine Ehre, sie zu treffen. Ich bin William Fraser, der Verteidigungsminister." "Die Ehre ist ganz auf meiner Seite", antworte ich verlegen. "Ich weiß jetzt nicht, wie ich sie richtig begrüßen soll." Ich halte ihm etwas verlegen die Hand hin, die er auch nimmt. Allerdings zieht er mich daran zu sich und umarmt mich. Er ist nicht aufdringlich, er wirkt auf mich eher sehr gerührt. Deshalb erwidere ich die Umarmung. Frazer ist auch sehr korrekt und löst sich wieder von mir. "Ich darf sie ins Weiße Haus begleiten, wo sie untergebracht sind." "Im Weißen Haus?" "Sie sind ein ...