1. Planet der Scharfen 16


    Datum: 20.05.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,

    ... auch irrtümlich. Das geschieht völlig unabhängig von der Person selbst, eben unbewusst, aber auch völlig unabhängig von physischen Vorgängen im Körper. Wir wissen nach der Untersuchung, dass man bei Vera nicht den kleinsten körperlichen Schaden feststellen kann. Vera konnte wie Du den Eisklotz dank Bärenkräften mühelos aufhalten, bevor er physischen Schaden verursacht hat, aber Dein Prana hat anders auf die Bedrohung reagiert, weil es andere Erinnerungen mitbringt als das Prana von Vera. Ich vermute, dass Du Dich an den gesamten Vorgang detailliert erinnern kannst.»
    
    Ich gebe zu: «Ja, ich habe keine Erinnerungslücke. Es ist zwar keine angenehme Erinnerung, aber ich habe das Gefühl, dass sie vollständig ist. Ich weiss noch, dass ich den Vorgang unangenehm schnell fand. Ich hätte mir gewünscht, mehr Zeit zum Überlegen zu haben. Vor allem hat mich das Gefühl gestört, automatenhaft reagiert zu haben, nicht wohlüberlegt.»
    
    «Gemäss den Daten meiner Programmierer ist das typisch für Unfälle. In ihrer Denkweise hast nicht Du reagiert, sondern Dein Prana. Der Begriff 'automatenhaft' trifft es ganz gut.»
    
    «Dann hat also das harte Training von Pietro doch etwas genützt. Er hat immer gesagt, es gehe darum, die Situation im Griff zu behalten, nicht zurückzuweichen. Wie muss man sich denn vorstellen, was bei Vera geschah?»
    
    «Meine Hypothese ist nicht schmeichelhaft für Vera. Darum ist es gut, dass Paul die Türe geschlossen hat.»
    
    «Mach es nicht so spannend.»
    
    «Vera hat als ...
    ... geistiges Wesen die Kontrolle einen Moment dem Prana überlassen. Die Redensart 'geistig weggetreten' ist gar nicht so falsch. Sie wird auch wesentlich mehr Mühe haben, sich an den Vorgang zu erinnern, aber damit sollten wir sie jetzt nicht plagen. Sie hat genug Opfer für die Wissenschaft gebracht.»
    
    Damit ist das Gespräch mit Moritz abgeschlossen, aber Paul scheint noch etwas auf dem Herzen zu haben: «Ich habe ein schlechtes Gewissen. Ich hätte Euch warnen sollen. Ich wusste, dass Gletscher kalben können. Wir hätten auch andere Möglichkeiten gehabt, an das Vulkanglas zu kommen, ohne uns in Gefahr zu begeben.»
    
    «Du hast uns aber nicht deswegen allein gelassen?»
    
    «Nein, ich hatte das Gefühl, dass Du mit Vera allein sein wolltest. Du warst schon seit der Pfeiferei scharf auf eine sapphische Nummer mit Vera.»
    
    «Genau. Und so kam es auch zu dem Unfall. Du brauchst Dich überhaupt nicht schuldig zu fühlen.»
    
    So erstaunt hat mich Paul schon lange nicht mehr angeschaut.
    
    «Ich wollte Vera necken, habe ihr Top hochgeschoben, ein bisschen Eis aus der Wand gebrochen und damit ihre Nippel eingerieben. Sie hat sich wohlig gereckt und sich an der Abbruchkante festgekrallt. Ich war drauf und dran, einen weiteren 'Eiswürfel' aus der Wand zu brechen, um damit ihre Klitty zu kühlen, als der Eisblock herunterkrachte.»
    
    Paul grinst sichtlich erleichtert: «Ihr zwei 'Lüstlinginen' habt mit Euren Bärenkräften den Gletscher kaputt gemacht!»
    
    Ich bin auch erleichtert, dass ich Paul ...
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