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Bildungsurlaub
Datum: 21.05.2026, Kategorien: Verschiedene Rassen
... möchte. Französisch Montag früh um 10 Uhr ging dann der Ernst des Lebens los, mein einwöchiges Englisch-Seminar begann pünktlich um 10 Uhr. Meine Klasse bestand inklusive mir aus 9 Personen, davon 5 Frauen und 4 Männer. Zu Beginn gab es für jeden einen kleinen Test, um den aktuellen Kenntnisstand der Teilnehmer festzustellen (ich kam auf eine Einstufung von A2, etwas schlechter als erwartet), danach folgte die obligatorische Vorstellungsrunde, der Trainer war ein 45-jähriger Schotte aus Troon namens George, was bei mir ein schallendes Gelächter auslöste, was zu verwirrten Blicken bei George führte. Ich fühlte mich verpflichtet meine Anekdote von einer Motorradtour 1998 zu erzählen, die mich und einen Kumpel auch nach Troon führte, wo wir in einem Pub vier ältere Einheimische kennenlernten, die ebenso wie der Wirt allesamt George hiessen. Nun lachte der komplette Kurs und das Eis war gebrochen. Die anderen Teilnehmer kamen aus fast allen Teilen der Welt. Naz, eine in Wien lebende Türkin, Kasumi aus Tokio, Amelie aus Lille sowie zwei weitere Franzosen namens Bastien und Gilbert, von denen wir ausser ihre Namen und ihr Heimatland nichts erfuhren. Dazu noch Mithag, eine junge moderne Frau aus Saudi-Arabien und Valerio, ein Architekturstudent aus Rom. Und dann war da noch die dunkelhäutige, ca. 30 Jahre alte Schönheit namens Diara, eine gebürtige Senegalesin, die von ihrem Arbeitgeber auf den Sprachkurs geschickt wurde. Diara schaute immer wieder nervös zu Boden, weil ...
... es ihr scheinbar unangenehm war, andauernd von den beiden Franzosen fast schon unverschämt angestarrt zu werden. Der erste Tag verlief relativ bedeutungslos, jedenfalls was den Unterricht anbelangte. Wir lernten grammatikalische Grundlagen, viele Vokabeln und auch schon ein paar nützliche Redewendungen, die man im Alltag gut gebrauchen konnte. In den Pausen bildeten wir immer wieder kleine Grüppchen mit wechselnden Teilnehmern, und so lernte man seine Mitschüler immer besser kennen. Nur die beiden Franzosen und Diara hielten sich etwas abgesondert. Die Franzosen standen meist tuschelnd zusammen und warfen immer wieder Blicke auf Diara, die augenscheinlich versuchte sich unsichtbar zu machen, weil ihr das sichtlich unangenehm war. Also gesellte ich mich in der letzten Pause des Tages zu ihr, in der Hoffnung, dass sie mich nicht auch als Bedrohung ansah. Als ich auf sie zuging, schaute sie mich erst verwundert an, lächelte aber dann freundlich. "Gestatten, Cedric, grösstenteils harmlos" , grüsste ich sie in Anlehnung an ein Zitat aus dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams. "Darf ich mich etwas zu dir gesellen?" , brachte ich eine eben gelernte Begrüssung in Englisch an. "Aber selbstverständlich, Cedric" , antwortete sie zu meiner grossen Überraschung in lupenreinem akzentfreiem Deutsch. Als sie meine Verwunderung bemerkte, lächelte sie noch breiter und erklärte mir: "Ich wurde in Hannover geboren und lebe dort schon ...