1. Renates Irrtümer


    Datum: 26.05.2026, Kategorien: Sonstige,

    ... dass es hier doch richtig schön wäre. Man könne hier so schön die Sau raus lassen. Ich sah sie an und fragte wütend, so, so und wo denn meine Frau wäre, wo lässt sie denn die Sau raus. Fanny zuckte zusammen und sah sich um.
    
    "Na, da werde ich mal bei Sau raus lassen nicht mehr stören. Macht man so weiter, wie nach der Abteilungsfete. Bestell meiner Frau einen schönen Gruß, sie muss nicht nach Hause kommen. Mir reichts. Ich gehe."
    
    "Aber, Klaus, sie ist doch nur auf Toilette. Warte, gleich ist sie wieder da."
    
    "Sagt mal, wollt ihr mich verarschen. Wenn sie es mit ihrem lieben Edwin treiben will, soll sie doch Bescheid sagen, dann wäre ich schon lange gegangen. Wer weis, wie oft sie es schon getrieben haben seit der Party bei dir."
    
    Ich winkte den Anderen zu und begab mich zum Ausgang.
    
    Leider war gerade jetzt kein Taxi in Sicht und ich überlegte gerade, ob ich zu Fuß nach Hause gehe oder mich den Öffentlichen anvertraue. Die Öffentlichen sind aber um diese Uhrzeit, es war schon halb Drei, keine gute Wahl. Die Abstände zwischen den Zügen sind verdammt groß und wie ich heute mein Glück einschätze, ist der eine gerade weg und dann heißt es warten. Also zu Fuß und das hat den Vorteil, dass die Kühle der Nacht den Kopf klar macht. Also los. Obwohl ich maßlos enttäuscht und wütend bin, beginnt in meinen Kopf ein Film meines Lebens, meines Lebens mit Renate abzulaufen.
    
    Die Schritte wurden langsamer. Warum eilen, wenn zu Hause nur die Leere wartet und die Gefühle des ...
    ... Verrats, der Woge der tiefen Traurigkeit und der Angst vor dem Alleinsein.
    
    Ich hatte gerade mein Studium als Betriebswirt mit recht gutem Ergebnis abgeschlossen und bei einem mittelständischem Unternehmen ein Vorstellungsgespräch, als ein Headhunter mich kontaktierte und mir, der neben dem Sport auch Interesse an der Welt des Handels mit schönen Dingen des Lebens hatte und auch in den Semesterferien schon in der Modebranche jobte, ein Angebot eines großen Versandhauses unterbreitete. Eigentlich genau auf mich zugeschnitten. Schon immer hatte ich Frauen gerne gut angezogen und diese kleine Leidenschaft auch bei den Jobs in den Ferien beruflich ausgelebt. In einem großen Kaufhaus der Universitätsstadt hatte ich erst in der Herrenabteilung und dann in der Damenabteilung recht gute Erfolge. Wie gesagt, ich ziehe Menschen, in erster Linie Frauen gerne schick an und habe wohl auch das richtige Händchen dafür. Nun glaubt bitte nicht, dass ich vom anderen Ufer bin, nein, auf keinen Fall, dafür mag ich Frauen auch ohne Kleidung zu gerne und kann da auch auf eine und die andere Erfahrung zurückgreifen. Bin zwar kein Adonis, dafür fehlt mir in der Größe ein paar Zentimeter, aber sonst ein schlanker, recht gut aussehender junger Mann ohne sichtbaren Makel.
    
    Also nach dem Angebot des Headhunters noch mal umdisponiert und in die große Stadt am Meer umgezogen. Job war ok und auch eine kleine Wohnung konnte ich mit Hilfe der Firma schnell finden. Wie es vielen Studenten bzw Absolventen so ...
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