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Renates Irrtümer
Datum: 26.05.2026, Kategorien: Sonstige,
... Geschehen zu begreifen. Sie dreht sich zu mir und sieht mich mit zuckendem Gesicht an. "Aber bis auf die Küsse ist doch nichts geschehen. Bitte, Klaus, glaube mir. Es ist Nichts weiter geschehen." "Glaube gehört in die Kirche und ich bin nicht gläubig. Es tut mir leid, aber ich bin sehr enttäuscht, sehr wütend und weiß nicht, ob ich dir noch vertrauen kann." Renate fängt an zu weinen und es schüttelt sie. Ich habe fast Mitleid mit ihr. Aus der Höhe der Geilheit in die Tiefe einer Krise, ein tiefer Fall. Ich stehe auf, gehe ins Bad, stelle die Dusche an und stelle mich darunter. Die Tür geht auf und Renate kommt ins Bad, sieht mich an und steigt dann doch zu mir in die Dusche. "Bitte Klaus, es ist wirklich nichts geschehen. Bis auf das Küssen. Entschuldige, aber es war so prickelnd. So anders und ich habe mich hinreißen lassen. Ich fühlte mich so jung, so begehrt. Ich verspreche dir, es kommt nicht mehr vor, wird nie wieder passieren. Ich liebe dich doch wirklich, nur dich." "Renate, deine Worte, deine Erzählung, dein ganzes gestriges Verhalten sagen etwas anderes. Wenn ich das Bild von der Party richtig in Erinnerung habe, ist dein Edwin größer als ich, ist also dein großer Liebhaber und ich bin der kleine. Wie soll ich sonst deine eigenen Worte interpretieren. Zu mindestens hast du mich in den langen Jahren unserer Ehe noch nie so genannt. Und habe ich dir nicht oft genug gesagt und gezeigt, dass ich dich, deinen Körper, dich als Ganzes begehre, liebe und ...
... nicht genug von dir bekommen kann und du. Kaum kommt da ein junger Mann, flirtet mit dir und schon vergeht meine Ehefrau und schiebt ihren kleinen Geliebten auf Abstellgleis. Nein, in den Lokschuppen. Wird rausgeholt, wenn er gebraucht wird. Und erzähl mir mal, warum du frisch geduscht von der Party gekommen bist." Ich hatte mich so richtig ins Rasen geredet. Und erst, als ich meine jetzt heulende Frau ansah, bremste ich mich. Das folgende Schweigen lastete schwer auf uns. Nach dem Duschen trockneten wir uns ohne die eigentlich zwischen uns üblichen zarten Berührungen ab, zogen uns an und ich ging in die Küche und bereitete für uns Frühstück vor. Renate war im Schlafzimmer geblieben, weinte immer noch und als ich sie zum Frühstück holen wollte, telefonierte sie. Ich nehme an, mit ihrer Freundin Fanny. Ich ließ ihr natürlich ihren Freiraum, gab ihr nur zu verstehen, dass wir essen können. Ich war schon bei der zweiten Tasse Kaffee, als sie zu mir kam. Sie setzte sich und ich schenkte ihr eine Tasse Kaffee ein. Es schien so, dass sie nichts essen wollte. Sie saß nur da, trank ihren Kaffee und dann fragte sie, ob wir noch mal in Ruhe miteinander reden können. Als ich nickte, begann sie mir leise zu erzählen, was sie am Vortag so verwirrt hat, sie völlig in ein Gefühlchaos stürzte. Erst sage ich nichts zu ihrem gewählten Outfit, das sie selber, als sie sich im Spiegel sah, für etwas gewagt hielt und dann wünsche ich ihr noch viel Spaß und Fanny fängt wieder an und meint, ...