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Strahlen der Leidenschaft
Datum: 06.06.2026, Kategorien: Schlampen
... Tasche", kicherte ich und wir lachten gemeinsam. Ich erhob mich aus dem Bett, splitternackt wie ich war. "Aber ich brauche jetzt erst einmal einen Kaffee", sagte ich, "Kommst Du mit?". Auch Paul erhob sich aus dem Bett und Hand in Hand schlenderten wir in Richtung Küche. "Und dann?", fragte Paul, "Was hast Du danach vor?". Ich grinste ihn schief an. "Ich würde sagen, das hängt davon ab, ob Du danach wieder zu Kräften gekommen bist", beantwortete ich seine Frage. Etwa einen Monat nach meiner sehr privaten Signierstunde für Paul Steinberg führte mich der Weg wieder einmal in die Bar des guten Lou, der mich überschwänglich wie immer begrüßte. Das warme Licht der untergehenden Sonne färbte das Innere der Bar in warme goldene Töne, als ich eintrat. "Gin Tonic? Wie üblich?", fragte er und ich bejahte. Nach ein paar freundlichen Fragen zum Erfolg meines neuen Buches und den Planungen für ein neues Werk wechselte er das Thema und schlug einen vertraulichen Ton an. "Sag mal, Bridgette", fragte er mich in leisem Ton und nachdem er sich kurz umgesehen hatte, obwohl seine Bar zu dieser Zeit noch fast leer war, "ich habe da mal eine Frage an Dich". " Ja, das wundert mich nicht ", dachte ich und lächelte ihn an. "Du hast ja vor einem Monat... also, ich habe Dich ja zu Paul, meinem Stammgast, an den Tisch gesetzt. Vielleicht erinnerst Du Dich an ihn", sagte er und ich nickte lächelnd. "Ja, ich denke schon", lächelte ich verschmitzt. "Irgendwie... Paul ist in dem Trubel ja aus ...
... der Bar verschwunden und Du bist wohl zu einer ähnlichen Zeit gegangen", erklärte er langatmig. Ich nickte. "Ja, ich denke das kann schon so stimmen", nickte ich ihm zu. Lou seufzte. "Seitdem ist Paul irgendwie... wie verwandelt. Als er etwas aufgetaut war, hatten wir uns ja ein wenig angefreundet und geplaudert, jetzt ist er wieder eher etwas reservierter geworden und ausserdem", Lou fuhr erst nach einer Kunstpause fort, "Er kommt jetzt kaum noch her. Nur noch ein oder zweimal pro Woche zum Billardspielen", schloß er seinen Vortrag. "Ach, wirklich?", erwiderte ich und konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Früher war er täglich da. Jetzt..." Er zuckte mit den Schultern. Lou kam zum Knackpunkt seiner Ausführungen: "Bridgette, weißt Du vielleicht, was mit Paul passiert ist und warum er nur noch so selten vorbeikommt?" "Schon möglich", erwiderte ich und lächelte in mein Glas, bevor ich einen Schluck nahm und ihn freundlich ansah. "Vielleicht hat er eine bessere Beschäftigung gefunden?", schlug ich fragend vor, immer noch schmunzelnd. Das gedämpfte Licht der Bar spiegelte sich in Lous ungläubigem Blick. "An dem Abend, an dem Du mich zu ihm an den Tisch gesetzt hast, habe ich ihm ein signiertes Exemplar meines neuen Buches geschenkt", erklärte ich ihm und sein Gesicht erhellte sich. "Das freut mich sehr. Aber, ich verstehe nicht, was das mit seiner... Veränderung zu tun hat?", fragte er. Ich nippte an meinem Drink und lächelte still. "Nun", begann ich und lächelte ...