1. Modepapst -3-


    Datum: 08.06.2026, Kategorien: CMNF

    ... splitternackte Judy durch den Pfad schlängelte, ging ihr ironischerweise durch den Kopf: ‚Und ich hab noch nicht mal Strümpfe an‘.
    
    Dann sah sie auch schon die Schotterstraße durch die Büsche schimmern und auch ein paar vereinzelte Autos hatten hier geparkt. Sie hoffte ja noch, dass Clara sie angelogen hatte und gleich dort am Eingang des Pfades geparkt hat, denn wieso sollte sie weiter gehen als unbedingt erforderlich war?
    
    Am letzten Busch schaute sie sich vorsichtig um und staunte nicht schlecht, als sie Gallinari, den Modepapst zwischen den Autos stehen sah. War er zufällig hier? Natürlich nicht, schalt sie sich, das war sicher geplant.
    
    Als sie sonst niemanden entdeckte, trat sie auf die Straße hinaus. Er hatte sie natürlich sofort entdeckt, weshalb sich Judy bemühte, das Gelernte umzusetzen und mit wiegenden Hüften auf ihn zuging.
    
    „Einmal mehr das perfekte Outfit, Judy, auch wenn ich meine Mode an Ihnen ein wenig vermisse.“
    
    „Entschuldigung“, meinte Judy. „aber Clara wollte es so.“
    
    Er schaute sie nachdenklich an, denn dass sie auf Geheiß von Clara hier nackt herumlief, schien ihm zu denken zu geben.
    
    „Nun denn, ich war zufällig in der Nähe und als mir Clara mitteilte, dass ich Ihnen hier eine kleine Lektion erteilen sollte, habe ich mich natürlich dazu bereit erklärt.“
    
    ‚Oje, welche Lektion?‘, dachte Judy erschrocken. Währenddessen sie ihn fragend anschaute, wusste sie erst nicht, wohin mit ihren Händen, bis sie sich an die Grundstellung eines ...
    ... Models erinnerte und diese einnahm.
    
    „Du lernst dazu, das ist erfreulich. Aber laut Clara bist du immer noch zu störisch.“
    
    Judy wusste nicht, was sie darauf antworten sollte, denn sie war heute immerhin nackt um den See gejoggt und stand hier - immer noch nackt - vor dem Modepapst auf der Schotterstraße und genau in diesem Moment hörte sie jemanden den Trampelpfad zur Straße hochkommen.
    
    Sie wollte sich am liebsten irgendwo verstecken, aber zum einen hatte ihr das Clara verboten und zum anderen konnte sie sich vor Gallinari unmöglich diese weitere Blöße geben.
    
    Deshalb blieb sie abwartend stehen, was Gallinari wohlwollend zur Kenntnis nahm.
    
    „Dreh dich um und empfange die Leute mit zugewandtem Gesicht, so wie es sich gehört.“
    
    Einen Moment zögerte sie, drehte sich dann aber wie angewiesen um, stellte ein Bein etwas ausladend vor und stützte sich mit der rechten Hand an ihrer Hüfte ab, dabei achtete sie auf möglichst geradem Oberkörper.
    
    Es war dann jedoch niemand anderes als Clara, die auf die Straße trat und meinte: „Lasst euch von mir nicht stören.“
    
    ‚Was meint sie? Wobei nicht stören lassen?‘, verstand Judy erneut nichts, aber das sollte sie sogleich von Gallinari erfahren.
    
    „Ich sehe, Du hast Claras Autoschlüssel. Ihr Auto steht dort vorne, das Weiße. Geh jetzt dorthin und leg deine Schuhe hinein, dann komm zurück.“
    
    Nun wusste Judy, dass es doch ein schönes Stück zu laufen war, sicher 500m. Sie glaubte nicht, dass sie ungesehen dorthin und wieder zurück ...
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