1. Auch schon Ältere dürfen lieben


    Datum: 13.06.2026, Kategorien: Romantisch

    ... aufschlägt. Margrit hat freie Tage. Ist bei einer Freundin im Ruhrpott und hat mir andeutungsweise mitgeteilt, dass sie sich zur Ruhe setzen will, aber noch nicht weiß, wann. Also bin ich alleine. Mir fällt die Decke auf den Kopf. Kurzentschlossen gehe ich in meine Lieblingskneipe, nein Gaststätte und habe etwas gegessen und gerade mein zweites Bier vor mir stehen, als von der Seite meine Tochter kommt, mir einen Kuss auf die Wange schmatzt und mich flehend ansieht.
    
    "Papa, bitte versprich mir eins, bleib sitzen und hör ihr wenigstens zu. Sei nicht so stur. Bitte, wir lieben dich doch alle sehr."
    
    Sie winkt und Sybille kommt zögernd auf mich zu. Melanie nimmt einen Stuhl, setzt sich und fordert sie auf sich zu setzen. Sybille sieht schlecht aus, blass, Augenringe und stumpfe Augen. Es sieht so aus, als wenn sie ein paar Kilo abgenommen hat.
    
    "Bitte höre sie an und sei einmal nachsichtig. Sie ist kurz davor, sich zu verlieren und sie liebt dich noch immer, viel mehr als vorher."
    
    Ich lasse mich darauf ein und höre ihr zu. Es ist nicht so sehr das Gesagte, dass sie nicht weiß, was sie an diesem Tag dazu getrieben hat, sich so zu vergessen. Es ist ihre Stimme, das schmerzliche Vibrieren ihrer Stimme, das Zucken in ihrem Gesicht, das zeigt, dass sie gleich anfängt zu flennen. Es ist der vorsichtige sehnsüchtige Blick, den sie mir von unten zuwirft. Die in einander verschränkten Hände, ihre Haltung, ihre Verzweiflung ausdrückende Gesamthaltung, dieser Eindruck, der die ...
    ... Worte meiner Tochter bestätigt.
    
    Melanie ist schon lange verschwunden. Sybille fasst leise meine auf dem Tisch liegende Hand und streicht mit ihren Fingern, die leicht zittern, darüber.
    
    "Bitte gib mir noch eine Chance. Ich kann ohne dich nicht sein, kann ohne dich nicht leben. Gib mir noch eine Chance."
    
    Als ich zahlte und ging, kam sie mit nach draußen, nahm meine Hand und zog mich zu sich.
    
    "Bitte, bitte, ich mache Alles was du willst, nur gib mir diese eine Chance."
    
    Kurz vor ihrer Wohnung nahm ich sie in den Arm. Eigentlich sollte es nur ein kleiner Abschiedskuss werden, aber es wurde ein langer zärtlicher Kuss. Sie presste sich fest an mich und der Kuss wurde feucht. Feucht von ihren Tränen und trotzdem immer heißer. Sie zog mich zu ihrem Haus, in ihre Wohnung und dort ins Wohnzimmer. Auf der Couch, auf der wir uns das erste mal geliebt hatten, saßen wir lange und machten nicht mehr, als uns zu küssen. Dann sah sie mich fragend an.
    
    "Kommst du bitte mit in mein Bett. Ich bin müde vom Küssen, so glücklich und möchte in deinen Armen einschlafen. Nur schlafen. Bitte."
    
    Ich ging mit in ihr Schlafzimmer, sie zog mich aus ohne mich dabei zu sehr erotisch zu berühren, ließ mir meinen Slip und schob mich zum Bett. Sie ging ins Bad und kam sehr schnell wieder raus. Ihr Nachthemdchen war zwar sündhaft schön, sie kam aber schnell auf mich zu, legte sich neben mich, kroch dicht an mich ran, küsste mich leise, zart und flüsterte.
    
    "Gute Nacht, meine große Liebe. Es ist ...
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