-
Tanz mit dem weißen Ritter
Datum: 17.06.2026, Kategorien: Romantisch
--------------------- Vorwort --------------------- Liebe Leser, Die Geschichte Tanz mit dem weißen Ritter besteht aus 4 Teilen. Eine weitere Fortsetzung ist nicht geplant. Die gesamte Geschichte entspringt nur meiner Fantasie. Alle Personen sind (deutlich) über 18 Jahre alt. Zufällige Übereinstimmungen mit lebenden oder toten Personen sind nicht beabsichtigt. Auch wenn die Orte, an denen die Geschichte spielt, real existieren mögen, dienen sie lediglich als plausible Kulisse für das Geschehen. Und jetzt viel Spaß beim Lesen! Usi58. --------------------- Hochzeit --------------------- Es war ein strahlender Sommertag. Nicht zu heiß. Gerade richtig. Das war gut so. Denn heute war der Tag, an dem mein Freund Jochen heiratete. Und ich war eingeladen. Normalerweise mache ich um solche Veranstaltungen einen großen Bogen. Als introvertierter Mensch, der schon immer Probleme hatte, mit anderen in Kontakt zu treten, wenn es sich nicht zwangsläufig ergab, stehe ich meist dumm herum. Selbst mit einem Glas in der Hand gab man ein jämmerliches Bild ab. Dabei ist Introvertiertheit eine Charaktereigenschaft. Zugegebenermaßen war sie früher ausgeprägter als heute, wo ich auf knapp 40 Jahre Erfahrung zurückblicken konnte. Aber immer noch fühlte ich mich auf solchen Gesellschaften nicht wohl. Gerade auch, weil ich seit 2 Jahren wieder solo war. Da waren Hochzeiten an sich eine heikle Sache, denn man kam sich unvollständig vor. Die mitleidigen Blicke anderer ...
... taten ihr Übriges. Aber Jochen eine Absage zu erteilen, war nicht drin, dafür kannten wir uns zu lange und zu gut. Der offizielle Teil der Trauung im Standesamt des Wiesbadener Kurhauses war feierlich und ein guter Ersatz für eine kirchliche Trauung. Ich erkannte ein paar Gesichter, im wesentlichen Freunde von Jochen. Alle hatten eine Partnerin dabei. Alle anderen waren mir fremd. Es musste sich um die Familie von Jochen oder um die Familie und Freunde der Braut handeln. Alle waren nett und rührend um das Brautpaar bemüht. Was die alles vorbereitet hatten. Gekühlte Getränke, professionelle Aufnahmen im Kurpark, ein großes Herz auf einem Bettlaken, das das Brautpaar mit Nagelscheren auszuschneiden hatte und durch das Jochen seine Sybille tragen musste. Alles bei strahlendem Sonnenschein. Jetzt kam der für mich anstrengendste Teil, die eigentliche Feier. Dabei hatte Jochen meine Situation noch verschärft. Er hatte mich während des Stehempfangs im Nobelhotel, in dem die Hochzeitsfeier stattfand, zur Seite genommen. Ich wusste, worum es gehen würde. Er hatte im Vorfeld darauf bestanden, dass ich ihm und seiner Frau Sybille auf keinen Fall ein Hochzeitsgeschenk organisieren solle. Vielmehr würde er sich auf der Hochzeitsfeier etwas Spezielles von mir wünschen. Und das wollte er jetzt tun. Er grinste hinterhältig. "Na Torsten, amüsierst Du Dich?" Ich schnitt eine Grimasse und lachte: "Du kennst mich doch. Mehr Spaß geht nicht." Jetzt musste auch er lachen. "Doch mein ...