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Der Freund meines Freundes... Teil 2
Datum: 19.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
Ein paar Wochen waren vergangen. Die Weihnachtslichter waren verschwunden, der Schnee schmolz an den Straßenrändern zu grauen Haufen, und das Leben hatte sich in den Alltag zurückgeschoben. Für alle außer Chrissi. Sie lachte, sie ging mit Tom auf Partys, sie schrieb Nachrichten in die Uni-WhatsApp-Gruppe. Doch in stillen Momenten -- nachts, beim Zähneputzen, beim Blick aus dem Busfenster -- war da dieses Gefühl. Ein Nachhall. Warm und dunkel. Eine Erinnerung, die nicht verschwinden wollte. Und dann, eines Tages stand Bastian an ihrer Tür. Kein Zufall, natürlich nicht. Er grinste, so wie nur er grinste -- leicht schief, so als wüsste er schon mehr, als er sagen würde. In der Hand eine Flasche Wein, unter dem Arm eine Tüte Chips. „Nur kurz vorbeigekommen. Zum Quatschen", sagte er. Chrissi wusste, was „quatschen" bedeutete. Sie ließ ihn hinein. Die Wohnung war klein, warm, gemütlich eingerichtet. Toms Jacke hing an der Garderobe, aber sonst deutete nicht viel auf die Wohnung eines jungen Paares hin. Chrissi hatte die Wohnung erst vor einem Jahr bekommen und wohnte dort allein. Bastian ließ sich auf das Sofa fallen, breitete sich aus, als gehöre es ihm. Sein Blick wanderte zu ihr -- nicht respektlos, nicht forsch. Aber so, dass sie wusste: Er erinnerte sich an jede Sekunde jener Nacht. Und er sah, dass sie es auch tat. „Wie läuft's mit Tom?", fragte er beiläufig, als er den Wein öffnete. Sie zuckte mit den Schultern. „Gut." „Gut", wiederholte er, ...
... als würde er das Wort kosten. „Aber du denkst noch dran." Chrissi sah ihn an. Sie wollte etwas abweisen, ironisch, schlagfertig -- doch ihre Lippen formten kein Wort. Stattdessen spürte sie nur dieses Ziehen im Bauch, dieses verräterische Flattern. Bastian lehnte sich zurück, trank einen Schluck, stellte das Glas ab. Seine Stimme wurde tiefer, leiser: „Weißt du noch, wie du mich angesehen hast? Als er schon geschlafen hat?" Chrissi schloss die Augen. Ein Fehler. Sofort war die Erinnerung wieder da. „Das vergisst man nicht, Chrissi." Sie stand auf, ging in die Küche, um Luft zu holen. Doch er folgte ihr nicht -- er wartete. Ruhig. Geduldig. Chrissi stellte die Gläser auf den Tisch. Der Wein roch schwer und dunkel, und sie fragte sich, warum sie ihn überhaupt hereingelassen hatte. Bastian nahm einen Schluck, ließ das Glas in der Hand kreisen. „Dir hat es gefallen, stimmts?" Sie erstarrte. Nur kurz, kaum sichtbar. Aber er bemerkte es sofort. „Du erinnerst dich gern daran." Keine Frage, sondern eine Feststellung. „Ich weiß nicht.", antwortete sie knapp. Er lächelte. „Doch." Chrissi verschränkte die Arme. „Du redest Unsinn." Doch ihre Stimme klang nicht so sicher, wie sie wollte. Und sein Blick bohrte sich in sie, warm und unnachgiebig. Er lehnte sich zurück, so entspannt, als säße er in seiner eigenen Wohnung. „Ich hab gesehen, wie du mich angesehen hast", sagte er leise. „Da war nichts von Unsicherheit. Keine Reue. Nur du und ich. ...