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Der Freund meines Freundes... Teil 2
Datum: 19.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... Das kannst du nicht abstreiten." Chrissi atmete aus, drehte sich zum Fenster. Draußen fielen ein paar letzte Schneeflocken, der Himmel war grau. Ihr Spiegelbild sah sie an: gerötete Wangen, gespannte Lippen. Sie wirbelte herum. „Hör auf." „Mit was?" Er hob die Hände, als wolle er Frieden signalisieren, aber das Funkeln in seinen Augen verriet ihn. „Ich sag nur die Wahrheit." Er stand auf, langsam, bedrohlich gelassen. Die paar Schritte zwischen Sofa und Tisch wirkten, als würden sie die Luft enger machen. Chrissi spürte plötzlich ihren eigenen Puls im Hals. Bastian blieb einen Schritt vor ihr stehen. Kein Berühren. Kein Wort. Nur dieser Blick, der sie festhielt, so als würde er sie in Gedanken schon längst berühren. „Du kannst sagen, dass du's nicht mehr willst", murmelte er. „Aber du kannst nicht sagen, dass du's vergessen hast." Stille. Chrissi merkte, wie ihre Finger zitterten. Sie ballte die Hände zu Fäusten. Ihr Körper schrie nach Bewegung, doch ihre Füße blieben an Ort und Stelle. „Du solltest gehen", sagte sie schließlich, leise, aber klar. Bastian lächelte, trat zurück, griff nach seiner Jacke. „Gut. Ich geh." Er beugte sich nach vorne, flüsterte fast: „Aber du weißt, dass ich recht habe." Dann war er draußen. Die Tür fiel ins Schloss, der Wein blieb auf dem Tisch zurück. Chrissi lehnte sich an die Wand, die Hände ins Gesicht gepresst. Sie spürte die Hitze in sich, das Pochen unter der Haut. Sie hasste ihn in diesem ...
... Moment -- und noch mehr hasste sie, dass er recht hatte. Das Ticken der Küchenuhr war lauter als sonst. Chrissi saß noch immer auf der Sofakante, die Hände im Schoß verschränkt, als würde sie sich selbst festhalten müssen. Der Wein stand unangerührt auf dem Tisch. Dann: das Klingeln. Ein kurzes, helles Geräusch -- aber es fuhr ihr durch Mark und Bein. Sie hielt den Atem an. Vielleicht war es ein Nachbar. Vielleicht ein Paketbote, der sich vertan hatte. Doch ihr Herz wusste es, noch bevor ihr Kopf folgen konnte. Bastian. Ihre Finger krallten sich ins Sofa. Ein Teil von ihr wollte aufstehen, die Tür nicht öffnen, ihn draußen lassen. Doch ein anderer, tieferer Teil jubelte. Ihr Magen zog sich zusammen, ihre Brust kribbelte, als hätte sie plötzlich zu wenig Luft. Das Klingeln kam ein zweites Mal. Langsam stand sie auf, ihre Knie fühlten sich weich an. Sie schob eine Haarsträhne hinters Ohr, als müsste sie sich ordnen, bevor sie öffnete. Die Tür sprang einen Spalt auf und Bastian stand da. „Ich hab was vergessen", sagte er ruhig. Chrissi wusste, dass es eine Lüge war. Aber sie lächelte -- unwillkürlich, ganz kurz, kaum mehr als ein Zucken in den Mundwinkeln. „Du hättest auch morgen wiederkommen können", murmelte sie, die Stimme leiser als gedacht. „Wollte ich nicht." Sein Blick ruhte auf ihr, fest, warm, unausweichlich. Und während sie einen Schritt zur Seite machte, um ihn hereinzulassen, spürte sie: Es war nicht nur Angst. Nicht nur ...