1. Schreibtherapie 3.1: Flug und Fall


    Datum: 29.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... groß, funktional und vermittelten den Eindruck einer professionellen Bildungseinrichtung. Der Bus hielt an einer belebten Haltestelle, an der sich viele junge Leute auf dem Weg zu ihren jeweiligen Schulen befanden.
    
    Beim Verlassen des Busses stellte sich eine leichte Übelkeit ein, verursacht durch die frühe Uhrzeit, die ungewohnte Reise und die schiere Größe des Campus. Meine Beine fühlten sich schwer an, und ein leichter Schwindel begleitete mich, als ich meinen Rucksack aufsetzte.
    
    Der Geruch von feuchtem Asphalt und frischer Herbstluft vermischte sich mit einem kaum definierbaren Geruch nach Schulfluren und alten Büchern. Ich blickte mich um, versuchte, mich zu orientieren, während der Lärm der anderen Schüler an mir vorbeizog. Es war ein erster Eindruck, der mich überwältigte und die Müdigkeit fast vergessen ließ. Stattdessen stellte sich eine Mischung aus Neugier und dem leisen Zweifel ein, ob dies der richtige Ort für mich war.
    
    Den Gang entlang, vorbei an den vielen Türen, führte mich schließlich zu dem Klassenzimmer, das ich suchte. Als ich eintrat, sah ich, dass der Raum schon gut gefüllt war. Ich suchte mir einen der letzten freien Plätze und ließ mich nach vorne, neben einem anderen jungen Mann, nieder. Er drehte sich zu mir um, ein Lächeln auf den Lippen, und sagte: „Hallo, ich bin Sean." Seine roten Haare leuchteten im Raum. Ich erwiderte den Händedruck und stellte mich vor: „Hi, ich bin Alex." Ein kurzer, aber angenehmer Smalltalk entspann sich zwischen ...
    ... uns, eine erste kleine Verbindung an diesem neuen, aufregenden Ort.
    
    Ich ließ meinen Blick langsam über die Reihen der Klassenkameraden schweifen, und sofort sprang mir eine Besonderheit ins Auge: die Geschlechterverteilung. Es gab eine deutliche Überzahl an Frauen.
    
    Grob geschätzt saßen vielleicht zehn Männer im Raum, denen etwa zwanzig Frauen gegenüberstanden. Aber nicht nur das Geschlechterverhältnis war auffällig, auch die Altersstruktur war bemerkenswert heterogen. Von meinem Platz aus konnte ich Gesichter erkennen, die jugendlich wirkten -- die jüngste Person schätzte ich auf siebzehn Jahre. Am anderen Ende des Spektrums gab es Frauen, die sicherlich schon die fünfzig überschritten hatten, mit Lebenserfahrung in ihren Zügen. Es war eine bunte Mischung, die mich neugierig auf die kommenden Wochen und Monate machte.
    
    Ich ließ meinen Blick noch einmal durch die Runde schweifen, und was mich dabei am meisten berührte, war das spürbare Gefühl von Sympathie, das von jedem Einzelnen auszugehen schien. Es war nicht nur ein oberflächlicher Eindruck; langsam, ganz unbewusst, breitete sich in mir eine tiefe Gewissheit aus. Ein leises Flüstern in meinem Inneren sagte mir: "Die sind alle wie ich."
    
    Es war, als hätte ich einen Ort gefunden, an dem ich nicht länger der "Heimkehrer" aus Berlin oder der "Junge vom Dorf" war, sondern einfach nur Alex. Hier, in dieser alters- und geschlechtsgemischten Gruppe, inmitten all dieser unterschiedlichen Menschen, die doch irgendwie gleich ...
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