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Schreibtherapie 3.1: Flug und Fall
Datum: 29.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... spürte die neugierigen Blicke. „Hallo zusammen", begann ich, meine Stimme war etwas belegt. „Mein Name ist Alex." Ich erzählte von meinem Abitur und dem abgeschlossenen Freiwilligen Sozialen Jahr in Berlin. „Ich habe eine Weile in Berlin gelebt und bin durch einen glücklichen Zufall hier an diesen Ausbildungsplatz gekommen." Während ich sprach, suchte ich mit meinem Blick Melania, doch sie flüsterte leise mit ihrer Nachbarin und schien meine Vorstellung kaum zu bemerken. Ein kleiner Stich der Enttäuschung, aber ich versuchte, es mir nicht anmerken zu lassen. Schließlich stand der nächste, spannende Schritt an: die Verteilung in die einzelnen Klassen. Uns wurde erklärt, dass es zwei Klassen geben würde, und die Dozenten würden uns zuteilen, per Losverfahren. Die Spannung im Raum war greifbar, als die Namen vorgelesen wurden. Mein Herz machte einen Hüpfer, als ich meinen Namen hörte und kurz darauf den von Sean -- wir waren zusammen in einer Klasse! Das war schon mal eine Erleichterung. Doch dann, ein weiterer Name, der meine Aufmerksamkeit vollends fesselte: Melania! Auch sie sollte in unsere Klasse gehen. In diesem Moment kam ich mir vor, wie in Hogwarts, wo man gespannt auf die Zuteilung in die Häuser wartet. Es war, als ob das Schicksal selbst Regie führte und die Würfel zu meinen Gunsten gefallen waren. Ein breites Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Die nächsten Wochen an der Piaget-Schule waren unglaublich spannend. Wir bekamen Fächer, von ...
... denen ich noch nie gehört hatte und die meine Neugier weckten: Sonderpädagogik, Rechtskunde, Soziologie, Theaterpädagogik und so weiter. Es war wirklich wie in Hogwarts -- jeder Tag brachte neue Erkenntnisse und Herausforderungen. Mit Sean entwickelte sich in dieser Zeit eine richtige Freundschaft, die auch heute noch Bestand hat. Er war ein Jahr jünger als ich, aber bereits ausgebildeter Sanitäter und hatte in seinem Ruderverein viel Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen gesammelt. Er hatte eine unglaublich süße Freundin, die genau so rothaarig war wie er und gerade eine Ausbildung zur Arzthelferin machte. Wir stellten fest, dass wir ähnliche Musik hörten, beide sportlich aktiv waren und im Schulalltag oft ähnliche Ansichten teilten. Er war quasi eine ähnliche Ausgabe von mir, nur deutlich extrovertierter, jemand, der für den Moment lebte und erst hinterher dachte. Ein wenig erinnerte er mich auch an Manuel. Leider schien mich Melania in dieser Zeit gar nicht zu bemerken, was sie mir später auch gestand. Das war ein kleiner Wermutstropfen, aber ich versuchte, mich davon nicht zu sehr entmutigen zu lassen. Auch in meiner kleinen Wohnung in der Nähe des Campus hatte ich mich gut eingelebt. Meine Eltern bezahlten sie, wofür ich unglaublich dankbar war, da sie mir die nötige Freiheit und Unabhängigkeit gab. Ansonsten lebte ich von einem Sparkonto, das mir mein Patenonkel bei meiner Geburt angelegt hatte. Ohne dieses finanzielle Polster hätte ich diesen ...