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Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma
Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch
... einfach mit, egal wo hin. Hauptsache nur weg von hier. - Ich weiß schon wieder nicht genau, wovon Josefine spricht, aber Hauptsache weg habe ich verstanden. Obwohl sie vor einer Weile noch vollkommen hilflos war, scheint sie jetzt genau zu wissen, was zu tun ist. Also stimme ich zu. - So machen wir das. - Wir erreichen die Spedition, wo einige riesige bewegliche Kisten herumstehen. Wir schleichen auf eine dieser Kisten zu. Eine Tür steht offen. Wir klettern hoch und dann durch die Tür. Sofort krabbeln wir hinter ein hängendes Tuch, wo sich ein schmales Bett befindet. Wir kauern uns in eine Ecke und atmen mit heftig klopfendem Herzen tief durch. - Was ist das hier? - - Das ist eine Schlafkabine. Hier können sich die Fahrer ausruhen, schlafen oder sich von einer wie mir befriedigen lassen. Ich war schon in Hunderten von diesen Schlafkabinen. - - Und jetzt? - - Jetzt warten wir, bis der Fahrer kommt und uns nicht entdeckt. Dann fahren wir mit, wohin auch immer. - - Diese Fahrer, sind das gute Menschen? - - In der Regel ja. Die meisten, die ich kenne, sind einsame Männer, die keine Frau haben. Sie wollen dann einfach nur für einen Moment mit einer Frau wie mir zusammen sein. Meistens geht es ganz schnell, dann sind sie fertig. Einige haben aber auch Frauen zuhause, die nicht mit ihnen schlafen oder sie wollen mal eine Abwechslung haben. Einer hatte sogar mal seine Frau dabei und wir haben es zu dritt getrieben. Das war eigentlich gar nicht mal so ...
... schlecht. Es gibt auch Frauen, die Lkw fahren. Bei drei von denen war ich auch schon mal in der Schlafkabine. Ich mag es nicht besonders, aber es war trotzdem angenehmer als mit den meisten Kerlen. Oh, er kommt. Hoffen wir mal, dass er uns nicht entdeckt. - Er entdeckt uns nicht und wir setzen uns in Bewegung. Wir bleiben in unserem Versteck und bei dem brummenden Geräusch schlafen wir ein. Ziemlich unsanft werden wir geweckt. Der Fahrer schüttelt uns am Arm. "Hey, was machst du hier? Wolltest du mich beklauen? Komm raus da und setz dich nach vorne! Und dann rede, sonst ruf ich die Polizei!" "Nein! Wir... ich bin keine Diebin. Ich habe noch nie etwas gestohlen. Ich kann das erklären." sagen wir, während wir auf den breiten weichen Stuhl klettern. "Na, da bin ich mal gespannt, welche Geschichte du mir jetzt auftischt! Lass mal hören!" "Ich bin auf der Flucht! Es gibt da jemanden, dem bin ich weggelaufen. Wenn er mich erwischt, wird er mich grausam bestrafen. Bitte verraten Sie mich nicht!" "Dein Mann?" "Nein, er ist mein..." Wir beißen uns auf die Lippe. "Zuhälter?" Wir nicken und senken den Blick. "Okay, ich werde dich nicht verraten. Vielleicht werde ich dir sogar helfen. Aber zuerst sieh mich an und sage mir ins Gesicht, dass du keine Diebin bist und mich nicht bestehlen wirst." - Lass mich antworten. Schnell! Ich weiß, was er sehen will. - - Du kannst loslegen! - Wir sehen ihm direkt in die Augen und ohne auch nur für einen ...