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Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma
Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch
... wird daraus ein wilder Ritt, der mit einem unglaublich schönen gemeinsamen Höhepunkt endet. Begeistert sehen wir uns an und küssen uns leidenschaftlich. Später, mal wieder frisch geduscht und mit einem Handtuch bekleidet sitzt Johann auf dem Sofa und wir liegen mit dem Kopf auf seinem Schoß. "Sag mal, Johann, heute vor einem Jahr, warum hast du von all den Mädchen, die da an der Straße standen, ausgerechnet mich in dein Wohnmobil eingeladen?" "Dass ich bei dir angehalten habe, war kein Zufall, jedenfalls nicht an dem Tag. Drei Tage vorher war es vielleicht Zufall, was ich aber nicht glaube. Zu magisch war der Moment, in dem ich dich das erste Mal sah. Ich hatte eine Baustelle in der Nähe der Süderstraße und wir waren fast fertig damit. Damit wir nicht nochmal hin mussten, hatte ich zwei meiner Gesellen gebeten, ein paar Überstunden zu machen, damit ich den Auftrag abschließen konnte. Es wurde zwar spät, aber wir sind fertig geworden. Dann wollten sie unbedingt den Rückweg durch die Süderstraße fahren, sie wollten wissen, wie es so ist, wenn die Sexarbeiterinnen an der Straße stehen. Sie benutzten einen anderen Ausdruck als Sexarbeiterin, aber das ist nicht mein Stil. Dennoch tat ich ihnen den Gefallen. Als ich bei dir vorbei fuhr, geschah etwas unglaublich Schönes. Ich fuhr nicht schnell, aber ich wäre wohl innerhalb von wenigen Augenblicken an dir vorbei gewesen. Aber dann trafen sich unsere Blicke und mir war so, als ob die Zeit auf einmal stillsteht. Wir ...
... sahen uns gefühlt eine Minute lang an, für mich ein magischer Moment. Nie zuvor hatte ich so etwas erlebt. Ich war fasziniert von dir und von da an musste ich Tag und Nacht an dich denken. Dann hatte ich eine Idee. So kam es, dass ich an dem Freitag bei dir anhielt. Meine Idee war, wenn ich nichts von dir fordere und dich einfach machen lasse, was du möchtest, dann kann ich dich am besten kennenlernen. Und was du dann gemacht hast, hätte ich nie für möglich gehalten. Von da an wusste ich, dass du ein ganz besonderer Mensch bist." "Mir ging es ähnlich, als ich halb auf dir lag und deinem Herzen beim Schlagen zuhörte. Jetzt, ein Jahr später, scheint mir nichts von alldem Zufall zu sein, sondern irgendwie gelenkt, vielleicht von Gott? Überleg mal! Du, der du einmal Johannis, Selmas Ehemann warst, erlebst einen magischen Moment, als du mich siehst? Und nach 382 Jahren findet Selmas Seele ausgerechnet zu mir? Und sie ist das Zeichen, um das ich Gott in meinem vermeintlich letzten Gebet gefragt habe? Ich glaube, das war alles kein Zufall. Vielleicht habe ich die Packung Schlaftabletten auch nicht zufällig gefunden, sondern nur, damit Selma mich retten konnte? Ich habe Gott in meinem vermeintlich letzten Gebet gesagt, dass ich nicht verstanden habe, warum er mich all das ertragen lassen hat, was ich ertragen musste. Ich glaube, ich verstehe es jetzt. Ich musste da durch, damit wir drei zusammen finden konnten. Ich weiß nicht, ob es Gott war, der das gelenkt hat. Oder vielleicht ein ...