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Ein Abend voller Verheißung 1/3
Datum: 10.08.2026, Kategorien: CMNF
Ein Abend voller Verheißung Die Abendluft über Hamburg war noch warm, als Sarah durch die breite Lobby des eleganten Hotels schritt. Das neue rote Samtkleid schmiegte sich an ihre Kurven, der hohe Schlitz zeigte gerade genug Bein, um die Blicke der wenigen Gäste auf sich zu ziehen, die an der Rezeption standen. Sarah fühlte die Aufmerksamkeit, und das gefiel ihr. Viel zu lange hatte sie nicht mehr dieses Gefühl genossen – begehrt zu werden, im Mittelpunkt zu stehen. Sie hatte Lust zu feiern, zu leben, zu verführen. Ein Wochenende ohne die Alltagshektik von Kindern, Nachbarn und endlosen Pflichten. Thilo, ihr Ehemann, hatte ihr diesen Kurztrip geschenkt. Ein Wellness- und Shoppingwochenende in der Stadt – genau das, was sie brauchte. Doch während er seinen Geschäftstermin wahrnahm, war Sarah auf sich allein gestellt. Nach einer ausgedehnten Shoppingtour hatte sie ihre Tüten ins Zimmer gebracht, geduscht, sich geschminkt, den neuen roten tief ausgeschnittener, bestickter roten Body mit Schleifenbindung, die weißen High Heels angezogen und sich das dunkelrote Samtkleid übergestreift. Sie hatte es sich für Weihnachten gekauft, aber erst jetzt war bereits der richtige Moment gekommen, es auszuführen. Sie betrachtet sich selbst vor dem großen Spiegel, drehte sich einmal davor um die eigene Achse und grinst zufrieden. Dann schnappte sie sich die Handtasche und verließ das große Hotelzimmer. Mit federnden Schritten betrat sie die Hotelbar. Es war früher Abend, kaum jemand ...
... war hier. Ein älterer Herr blätterte an einem Tisch durch die Zeitung, und der Barkeeper – ein grau melierter Mann um die Fünfzig – polierte die Gläser. „Guten Abend, schöne Frau“, begrüßte er sie charmant. „Ein Glas Sekt, bitte“, sagte Sarah und setzte sich auf einen der hohen Barhocker. Sie schlug die Beine übereinander und spürte, wie der samtige Stoff des Kleides sich noch höher schob. Der Barkeeper musterte sie kurz und nickte, ein kaum sichtbares Lächeln auf den Lippen. Sarah nippte an ihrem Sekt und genoss die Atmosphäre. Es war angenehm ruhig, das leise Klirren von Gläsern mischte sich mit gedämpfter Jazzmusik aus den Lautsprechern. Sie war zufrieden und dennoch unruhig. Ihr Herz schlug schneller, als sie daran dachte, wie Thilo später dieses Kleid sehen würde. Vielleicht würde er sie so ansehen wie damals, in den ersten Jahren ihrer Beziehung. Sie seufzte leise, voller Vorfreude. Die Tür zur Bar öffnete sich, und ein Mann trat ein. Sarah bemerkte ihn sofort. Er war groß, breitschultrig, hatte dunkle Haare und trug ein helles Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln, das seine muskulösen Unterarme zeigte. Die Krawatte hatte er gelockert, und das Jackett hing lässig über seiner Schulter. Er sah aus wie jemand, der wusste, wie man das Leben genoss. Sein Blick fiel auf Sarah. Ein Lächeln huschte über seine Lippen, als er an die Bar trat und sich neben sie setzte. „Einen Whiskey, bitte“, sagte er und wandte sich dann an sie. „Alleine hier?“ Sarah lächelte zurück und ...