1. Ein Abend voller Verheißung 1/3


    Datum: 10.08.2026, Kategorien: CMNF

    ... musterte ihn unverhohlen. „Mein Mann arbeitet noch“, erklärte sie und hielt dabei seinen Blick.
    
    „Ein Glück für mich“, erwiderte er mit einem Augenzwinkern. „Ich bin Christian.“
    
    Der Name ließ Sarah aufhorchen. Irgendetwas an diesem Mann kam ihr bekannt vor. „Christian? Sie sehen aus, als könnte ich Sie kennen.“
    
    Er lachte leise. „Ich habe oft dieses Gesicht. Vielleicht war ich mal in Ihrer Nachbarschaft.“
    
    Sie plauderten weiter, lachten, flirteten. Christian war charmant, seine Art direkt und gleichzeitig respektvoll. Sarah spürte, wie der Alkohol sie enthemmte, wie ihre Hemmungen nachließen. Es fühlte sich gut an, wieder eine Frau zu sein, keine Mutter, keine Ehefrau, sondern eine Frau, die begehrt wurde.
    
    Inzwischen war es 20:00 Uhr als Thilo schließlich die Bar betrat, hielt er abrupt inne. Sarah sah ihn sofort und winkte ihm fröhlich zu. Thilo hob überrascht die Augenbrauen, dann hellte sich sein Gesicht auf. „Christian? Das gibt’s doch nicht!“
    
    Die beiden Männer fielen sich in die Arme, klopften einander auf die Schultern. „Wie lange ist das her? Seit dem letzten Fußballturnier, oder?“ rief Thilo.
    
    „Ein halbes Leben!“, lachte Christian und prostete ihm zu. Sarah beobachtete die beiden und fühlte, wie ihre Anspannung einem prickelnden Gefühl wich. Der Abend versprach noch aufregend zu werden.
    
    Die Atmosphäre in der Bar wurde lebhafter. Thilo, groß und athletisch wie eh und je, hatte Christian fest in die Arme geschlossen. Sie sprachen über alte Zeiten – ...
    ... die Kindheit im Heimatdorf, die gemeinsamen Fußballspiele und den einen oder anderen Streich, den sie früher ausgeheckt hatten. Sarah, zwischen den beiden Männern sitzend, spürte, wie ihre Anziehungskraft nicht nur Christian, sondern auch Thilo aufzufallen schien.
    
    „Sarah, ich kann es kaum glauben“, sagte Christian und hob sein Glas. „Thilo hat wirklich Glück mit dir.“ Seine Augen ruhten für einen Moment zu lange auf ihrem Dekolleté, und Sarah genoss es. Sie sah zu Thilo, dessen Blick sich verdunkelte – ein Mix aus Stolz und stiller Warnung. „Ja, das hat er“, sagte Sarah kokett und streifte Thilos Hand.
    
    „Was haltet ihr davon, ein bisschen durch die Stadt zu ziehen?“ schlug Christian vor. „Hamburg schläft nie, und das sollten wir ausnutzen.“
    
    Sarahs Augen leuchteten auf. „Unbedingt! Ich wollte schon immer das Hamburger Nachtleben sehen.“
    
    Thilo warf ihr einen langen Blick zu, als wolle er sagen:
    
    Spiel nicht zu sehr mit dem Feuer
    
    . Doch er konnte ihr kaum etwas abschlagen, wenn sie so strahlte. „Gut, dann los“, sagte er und legte einen Arm um ihre Taille. Sarah spürte die Festigkeit seiner Berührung und erinnerte sich daran, warum sie Thilo einst verfallen war.
    
    Die Reeperbahn war ein Strom aus Licht und Bewegung. Neonschilder flimmerten, Musik dröhnte aus Clubs und Bars, während Straßenkünstler kleine Gruppen von Zuschauern unterhielten. Sarah fühlte sich wie in einer anderen Welt – losgelöst von der Zeit, vom Alltag, von all dem Gewöhnlichen.
    
    Sie kamen an ...
«1234...8»