1. Bomber Harris strikes again


    Datum: 23.08.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... von irgendwoher kennen würde. Ich hatte auch ein seltsames Gefühl, ich hätte sie früher schon einmal gesehen, aber ich kam einfach nicht darauf.
    
    Endlich kam Sophie die Treppe hoch und ging auf mich zu. Als sie auf Höhe den Unbekannten war, zwinkerte diese ihr lächelnd zu, Sophie erwiderte diesen Gruss breit grinsend mit einem hochgestreckten Daumen. Das war wohl die Lösung des Rätsels, Sophie und die andere Frau kannten sich und die andere war nur neugierig, wer ich war.
    
    Wir hakten uns wieder ein und verliessen den Pub in Richtung Piccadilly Circus, von wo aus die Piccadilly Line uns zum Bahnhof Earls Court bringen sollte.
    
    "War das eine Arbeitskollegin?"
    
    ,
    
    fragte ich Sophie neugierig und um ein Gespräch anzufangen.
    
    "Wer, wen meinst du?"
    
    ,
    
    kam von ihr als Gegenfrage zurück.
    
    "Na die blonde Frau im Pub, die dir zugezwinkert hat."
    
    "Nein, die kenne ich nicht, habe ich heute zum ersten Mal gesehen. Ist dir nicht aufgefallen, dass sie uns schon die ganze Zeit beobachtet hat, als wir unseren Spass hatten? Mich hat das noch heisser gemacht und ich glaube, sie hatte auch ihre Hand unter dem Tisch"
    
    ,
    
    antwortete Sophie mir, was für mich eine sehr schlüssige Erklärung war und ich mir keine weiteren Gedanken darüber machte... vorerst.
    
    Eine Bahnfahrt, die ist lustig, eine Bahnfahrt, die ist schön
    
    Der Zug vom Piccadilly Circus nach Earls Court war wie üblich zu dieser Zeit ziemlich überfüllt, was einerseits sehr schön war, weil Sophie und ich ...
    ... eng aneinandergedrängt standen und sie es nicht lassen konnte, mir dabei unbemerkt von den anderen Fahrgästen den Schwanz durch die Hose zu streicheln. Als Revanche griff ich mit der flachen Hand an ihren knackigen Hintern und knetete ihn leicht. Dabei war es mir völlig egal, ob das jemand sah. Aber in London sind die Fahrgäste in den Bahnen eh sehr gut darin trainiert, ins Nichts zu starren, um bloss niemandem zu aufdringlich zu erscheinen.
    
    Nach 10 Minuten war die Fahrt schon wieder vorbei, zum Glück viel zu kurz für eine Sauerei in meiner Hose. Der Zug fuhr in den Bahnhof ein, wir drängelten uns schon mal zur Tür, der Zug hielt an, die Türen öffneten sich und... DIE Ansage kam!
    
    [EXKURS]
    
    In England und ganz speziell in London ist der allgegenwärtige Spruch MIND THE GAP schon quasi ein geflügeltes Wort. Er ist auf den Bahnsteigkanten aufgemalt, auf Schildern, auf Aufklebern an den Fahrzeugtüren und er kommt als Ansage im Zug, wenn dieser in den Bahnhof einfährt. Und natürlich gibt es etliche Merchandise-Artikel dazu (Ich muss zugeben, ich habe auch welche). Er dient dazu, die Fahrgäste vor der manchmal wirklich recht grossen Lücke zwischen Bahnsteig und Wagon zu warnen, es gab früher wohl oft schwere Unfälle, wenn unaufmerksame Fahrgäste dort reingetreten sind.
    
    [/EXKURS]
    
    Gleichzeitig mit dem Öffnen der Tür kam die Ansage. MIND THE GAP! Sophie stieg parallel zu mir aus und vervollständigte den Satz flüsternd, sodass nur ich ihn hören konnte:
    
    "... between my ...
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