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S&O - Zielpersonen 06-08
Datum: 02.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... wir ein Taxi?", fragte Sophie und blickte sich um, konnte aber nirgends eines entdecken. Doch Olivia schüttelte ohnehin den Kopf. „Nein. Nach den zwei Tagen hier im Hospital und der Zeit in der Gefängniszelle reicht es mir mit engen Räumen. Lass uns ein Stück spazieren." Schweigend, aber glücklich, gingen sie nebeneinander her und genossen die Freiheit. Nach insgesamt vier Tagen in Gefangenschaft hatten die Entführer sie, nachdem Sophie ihnen die gewünschten Forschungsunterlagen besorgt hatte, freigelassen. Man hatte sie wieder betäubt und auf einem Autobahnrastplatz außerhalb der Stadt, in der sie entführt worden waren, ausgesetzt. Noch bewusstlos, waren sie von einem Autofahrer entdeckt worden, der sofort Polizei sowie Notarzt verständigt hatte. Es folgte eine ärztliche Versorgung und zwei Tage Beobachtung in der Klinik. Glücklicherweise hatten sich Sophies Verletzungen als wirklich nur oberflächlich herausgestellt. Die Schnitte würden ohne Narben verheilen, die injizierte Substanz bestand aus Lebensmittelfarbe und einem sich langsam abbauenden Kollagenderivat, das die Haut einfach ausdellte und so die Biometrie störte. Auch die Verletzungen in Olivias Gesicht aufgrund der brutalen Ohrfeigen erwiesen sich nur als Schwellungen und Schürfwunden. Auch das würde spurlos verheilen. Ihre Aussagen hatten die Detektivinnen bereits am Krankenbett gemacht. Die Polizei ermittelte schon wegen Körperverletzung, Nötigung, Entführung und Industriespionage. Bis jetzt ...
... aber noch ohne Erfolg. *** „Siehst du einen Ansatz für uns?", fragte Sophie, als die Detektivinnen in ihrem Büro angekommen waren und gleich die Rechner starteten. Olivia zuckte mit den Achseln. „Eigentlich können wir nur versuchen, etwas über die echte Sonja Meyer herauszufinden. Wir kennen ja ansonsten nur den Namen einer Stadt, die 45 Minuten Fahrzeit vom Ort unserer Gefangenschaft entfernt liegt. Aber weder, wie schnell diese Tanja fuhr, noch, ob sie Umwege gemacht hat. So sehr es mich auch stört, aber ich wüsste nicht, wie wir in unserem eigenen Entführungsfall mehr als die Polizei ermitteln könnten. Diese wird die Glofoko durchleuchten, vielleicht finden sie dort Hinweise auf Konkurrenten, oder wer immer diese Forschungsunterlagen gestohlen haben könnte. Oder von deren Existenz wusste. Vielleicht gibt es dort einen Maulwurf. Aber ich wüsste jetzt nicht, wie wir an den herankommen sollten. Uns lässt die Firma bestimmt nicht im Allerheiligsten herumschnüffeln." Sophie war derselben Ansicht. „Ja, du hast recht. - Also, ich schaue mal, was ich über diese Meyer finden kann. Kümmerst du dich um unsere anderen Fälle? Vielleicht sind ja bereits welche gelöst. Oder es gibt wütende Klienten zu besänftigen. Das kannst du besser als ich." Die nächste halbe Stunde arbeitete sich Olivia durch die eingegangenen Mails und Sprachnachrichten. Die vor ungefähr einer Woche abgegebenen Fälle waren zu ihrer Freude bereits gelöst, die Berichte lagen vor. Olivia schaute nur rasch ...