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Lea, meine junge Liebe
Datum: 21.09.2026, Kategorien: 1 auf 1,
... länger vor dem Rechner und starte auf die flimmernde Mattscheibe. In drei Tagen würde Clara wieder in ihren Wellnessurlaub fahren und sich mit Rudi treffen und dann würde ich die Bombe platzen lassen. Den Urlaub würde ich ihr und auch Rudi versauen. Das Wochenende würde sie nie vergessen. Die nächsten Tage verliefen für Clara wie immer. Nur für mich war es Hektik. Donnerstag traf ich mich mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Firma, die einen neuen Chef suchte und ich muss sagen, dass das Gespräch super lief. Natürlich hatte er sich umfassend über mich informiert und als ich ihm sagte, dass ich aus rein persönlichen Gründen einen neuen Job suche, lächelte er und meinte, dass er sich den Grund vorstellen könne. "Junger Mann, wenn ein eigentlicher Chef eines Unternehmens und das sind sie, bei uns anfragt und wir eine Führungskraft suchen, dann hat unser Personalchef nur eine Aufgabe, diese Person zu durchleuchten. Und das hat er sehr gründlich getan. Natürlich auch das Umfeld. Aber das ist ihre Sache. Wobei ich sagen muss, dass wir von den beruflichen Dingen bis zur Führungsfähigkeit alles ok finden. Aber nicht so das Persönliche. Klären sie schnell diese Sache und wir werden uns einig." "Danke für das Lob und ich versichere ihnen, dass meine persönlichen Probleme mir erst vor sehr kurzer Zeit bekannt geworden sind und spätestens in der kommenden Woche geklärt sind. Ich werde, auch wenn wir nicht zusammenkommen, meine Job in der kommenden Woche beenden und mich neu ...
... orientieren. Für eine gewisse Zeit kann ich auch ohne Job leben, aber dann möchte ich nicht nur aus finanziellen Gründen eine entsprechende Herausforderung finden. Und das möglichst in einer nahen Umgebung, denn den Kontakt zu meinen Kindern möchte ich nicht verlieren. Wie wollen wir denn weiter verfahren?" "Rufen sie mich an, wenn sie Klarheit haben und dann treffen wir uns sehr kurzfristig noch mal. So, jetzt aber genug, lassen sie uns essen und von Etwas anderem reden." Freitag Abend fuhr meine Frau los und die Verabschiedung war mehr als unterkühlt. Irgendwie war sie nervös und schlecht gelaunt. Immer wieder hatte ich den Eindruck, dass sie mir noch etwas sagen wollte. Sich aber nicht traute bzw nicht den Anfang fand. Als sie sich von den Kindern verabschiedete, musste ich Julia mit einem Wink bremsen sonst wäre es wohl da schon zum Katastrophenfall gekommen. Julia kam demonstrativ zu mir und drückte sich an mich. Clara sah uns lange an und stieg dann in ihren Wagen und rauschte ab. Als ich Julia fragte, ob sie ein Wochenende ohne mich klar kommen könne, grinste sie und meinte nur, na klar. Joe ist ja sowieso im Trainingslager und sie ist doch schon groß. Am nächsten Morgen fuhr ich Joe zum Bus und dann noch mal nach Hause und verabschiedete mich von Julia. Die Strecke zum Wohnort von Rudi fraß mein großer Wagen und es war kurz vor der Mittagszeit, als ich vor dem kleinen Einfamilienhaus von Rudi parkte und zügig zum Eingang ging. Auf mein Klingeln öffnete ...