1. Bromance (Teil 03)


    Datum: 01.10.2026, Kategorien: Transgender,

    Teil 3
    
    Sie hieß Helga. Helga war 46 Jahre alt, hatte dunkle Haare und Riesenbrüste. Sie war weder schlank noch üppig. Aber sie hatte eine andere Figur als Frauen in Pornos oder als die Mädchen, die ich aus dem Gymnasium kannte. Sie sah nicht schlecht aus -- für ihr Alter. Der Hauptgrund, warum wir uns mit ihr tragen war weder ihr Aussehen, noch ihre Vorlieben noch, dass sie besonders nett geschrieben hatte. Der Hauptgrund -- oder einzige Grund - war, dass sie sich gemeldet hatte.
    
    Hannes und ich schrieben nur ein paar Mal mit Helga hin und her, bevor wir uns das erste Mal trafen. Wir waren beide nervös, als wir die Tür zu dem Kaffeehaus öffneten. Wir waren überpünktlich. Und beim Eintreten überlegten wir noch, ob wir flüchten sollten. Jeder von uns für sich alleine wäre geflüchtet. Zusammen waren wir stark genug, um durch die Türe zu gehen, Platz zu nehmen und zu warten.
    
    Eines der Dinge, die ich an dem Tag über Frauen lernte: Männer treffen sich, um Sex zu haben und gehen danach wieder. Frauen wollen auch über ihr Leben reden. Frauen erwarten, dass man zuhört. Das meine ich nicht abwertend. Es war eine wichtige Lektion, für den Fall, dass ich mal eine Frau kennenlernen sollte.
    
    Helga war frisch geschieden. Sie beklagte sich nicht über den Sex mit ihrem Mann -- der war gut gewesen, solange sie noch im selben Bett geschlafen hatten. Auch wenn beide ihre Freiheiten genossen hatten. In den letzten Monaten war es so, dass sie in getrennten Betten geschlafen hatten und ...
    ... nur mehr gestritten hatten -- Sex war also kein Thema mehr gewesen. Jetzt hatte sie wieder eine eigene kleine Wohnung. Der „Bastard" war in der großen Wohnung geblieben, da die auf seinen Namen lief. Dass Frauen nur negativ über ihre Exfreunde sprachen -- und vor allem der Ton -- war auch eine Erkenntnis, die ich an dem Tag machte.
    
    Sie war Psychologin, Gelegenheitsraucherin. Eigentlich hatte sie schon aufgehört, aber der Stress der Trennung hatte sie wieder zu den Glimmstängeln greifen lassen. Warum sie gerade uns kontaktiert hatte? „Euer Profil hat mich neugierig gemacht. Beruflich und privat," fügte sie hinzu. „Ich dachte zuerst, dass Ihr ein Fake-Profil angelegt habt. Aber beim chatten hatte ich den Eindruck, dass ihr echt seid. Und naja, hier bin ich." Sie wirkte selbstsicher. Weder Hannes noch ich hinterfragten ihr „berufliches Interesse" an uns.
    
    Ich vermittelte uns den Eindruck, dass sie nach der Trennung auch wieder sexy wirken wollte. Und wenn sie gleich zwei 18-jährige verführen konnte, dann bedeutete das natürlich, dass sie noch attraktiv war. Ich machte ihr ein paar Komplimente -- hölzern und unbeholfen, aber die Message kam an und zeigte Wirkung.
    
    Als sie ihr Glas geleert hatte und dem Kellner deutete, dass wir zahlen wollten, fragte sie uns „und wohin jetzt?" Meine Wohnung war ein paar Minuten entfernt und Hannes und ich hatten am Vortag alles geputzt, was man putzen kann. Hannes hatte gemeint, dass er in meiner Wohnung Sex haben konnte, aber eine Frau ...
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