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Das Fenster
Datum: 01.10.2026, Kategorien: Cuckold
... erledigte Routinen. Trotzdem merkte er, dass seine Gedanken immer wieder abschweiften. Er fragte sich, wie oft Emma dort trainierte, ohne dass er es bemerkt hatte. Ob dieser Mann neu war oder schon länger Teil ihres Alltags. Die Fragen blieben unbeantwortet, aber sie verloren nichts von ihrer Wirkung. In den folgenden Tagen veränderte sich sein Verhalten, ohne dass er es bewusst plante. Er fragte Emma genauer nach ihren Trainingszeiten, aber in einem Ton, der Interesse vortäuschen sollte. Er merkte sich die Tage. Er achtete darauf, wann sie das Haus verließ und wie sie zurückkam. Ob sie müde wirkte oder eher entspannt. Er fuhr nicht jedes Mal zum Studio. Das sagte er sich zumindest. Tatsächlich fuhr er oft los, drehte dann aber nach einigen Straßen wieder um. An den Abenden, an denen er blieb, stellte er sich vor, was er sehen würde, wenn er hinführe. Die Vorstellung reichte manchmal aus, um das unangenehme Gefühl in seinem Bauch hervorzurufen, das inzwischen vertraut geworden war. Als er wieder dort parkte, einige Tage später, hatte er den Eindruck, weniger nervös zu sein. Er wusste, wo er stehen konnte, ohne aufzufallen. Er kannte die Perspektive. Das Studio wirkte fast vertraut. Emma war erneut dort, diesmal bereits in Bewegung auf dem Laufband, als er sie entdeckte. Der Mann lief neben ihr. Sie trainierten nebeneinander, wechselten kurze Worte, manchmal einen Blick. Sie lief locker, entspannt und grazil. Er, mit breiten Schultern jedoch drahtig. Seine ...
... Bewegungen wirkten flüssig, nicht wie die eines Kraftprotzes, eher wie bei einem Allround-Athleten oder Hybrid-Athleten wie es mittlerweile genannt wird. Max bemerkte, dass er begann, Vergleiche anzustellen. Die Körperhaltung des Mannes. Die Sicherheit in seinen Bewegungen. Die Art, wie Emma auf ihn reagierte. Er fragte sich, ob sie sich auch zu Hause so konzentriert zeigte oder ob diese Aufmerksamkeit nur hier entstand. Auf der Rückfahrt nach Hause stellte Max fest, dass ihn weniger der Gedanke an einen möglichen Betrug beschäftigte als die Tatsache, dass Emma einen Ort hatte, an dem er nicht vorkam. Einen Raum, in dem jemand anderer Einfluss auf sie hatte, ohne dass sie es erklären oder rechtfertigen musste. Zu Hause saßen sie später nebeneinander. Der Fernseher lief, aber keiner von beiden sah wirklich hin. Emma griff wieder zum Handy. Max beobachtete sie aus dem Augenwinkel. Er stellte fest, dass er nicht mehr hoffte, das Lächeln zu sehen. Er rechnete damit. Als es kam, bestätigte es nur etwas, das sich bereits in ihm festgesetzt hatte. Er sagte sich, dass er bald etwas unternehmen würde. Dass er ein Gespräch suchen, Klarheit schaffen müsste. Gleichzeitig wusste er, dass diese Klarheit etwas beenden würde. Und dass er noch nicht bereit war, darauf zu verzichten. So blieb er vorerst tatenlos. Sein Schweigen und seine Tatenlosigkeit, so begriff er, waren auch eine Entscheidung. Kapitel 3 Das Studio, in das Emma ging, war kein Billigstudio. Max wusste das ...