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Neues Haus Neue Schule Neues Leben Ch. 08
Datum: 02.10.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... zwei Personen in schwarzen Overalls mit grünen reflektierenden Streifen sprangen aus dem Ungetüm und rannten geduckt auf James zu. Ich war wie versteinert, während sie sich routinemäßig neben ihm knieten und anfingen sein Trikot aufzuschneiden. Sie nahmen Schulterpads und Helm ab und entblößten seinen Oberkörper, während sie mehrere Sensoren an ihm befestigten. Ich zuckte zusammen, als einer der Sanitäter mit einem im Flutlicht aufblitzenden Skalpell in James Haut schnitt und sah entsetzt zu wie ebendieser Sanitäter mit dem Finger in die geschaffene Wunde bohrte. Schließlich führte er einen Schlauch ein und fixierte alles mit einer Klemme. Der Athletic Trainer hatte sich inzwischen von seinem Patienten entfernt, offensichtlich erleichtert, dass die Profis vor Ort waren. Er trat auf mich oder vielmehr auf Brian zu und erklärte ihm leise, dass die Sanitäter eine Entlastungspunktion gemacht hatten, die dafür sorgen würde, dass James Luft bekam, während er ins Krankenhaus gebracht wurde. „Ich will mit ins Krankenhaus", unterbrach ich die beiden Erwachsenen und schob streitsüchtig eine Lippe vor. Der Athletic Trainer sah mich einen Augenblick überrascht und mitleidig an, dann schüttelte er den Kopf. „Keiner wird mit ihm mitfliegen", erklärte er entschieden. „Das ist in diesem Fall nicht erlaubt." Er wandte sich an James Vater. „Sir, haben sie jemanden, der sie und die junge Dame ins Krankenhaus fahren kann?", wollte er von ihm wissen. Sofort schob sich mein ...
... Vater neben seinen Freund. „Ich fahre" bot er an und sah dann zu meiner Mutter. „Kommst du mit Sofia und Chris nach?" Meine Mutter nickte. Ich verschränkte die Arme und wollte mit dem Athletic Trainer diskutieren. Doch dieser drehte sich um und ging zurück zu den beiden Rettungssanitätern, die James gerade auf eine Trage bugsierten. Bevor ich ihm hinterher rufen konnte, umfing mein Vater mich mit seinen Händen und drückte mich an sich. Ich krallte meine Hände in sein Flanellhemd. „Bist du dir sicher, dass du nicht mit den anderen nachkommen willst?", fragte er und begegnete meinem entsetzten Blick mit einem müden Lächeln. „Also gut." Meine Mutter berührte leicht seine Schulter. „Ich gehe raus und sehe nach den Kindern", erklärte sie. „Gabrielle ist mit Chris und Sofia aus dem Stadion gegangen, um sie etwas fernzuhalten", erklärte mein Vater mir ungefragt. „Wir schulden ihr nach heute ein fettes Dankeschön." Ich nickte nur, den Blick starr auf James gerichtet, der inzwischen auf der Trage festgezurrt war. Mehrere Footballspieler, darunter Steve und Aiden, hatten sich vorgewagt und boten offensichtlich an, beim Tragen zu helfen. Doch die Paramedics schüttelten nur die Köpfe und wiesen sie an zurückzutreten. Ich hatte plötzlich das Gefühl, dass ich zu James musste. Ihm zeigen musste, dass ich bei ihm war. Ein letztes Mal seine Hand halten. Dann stemmten die beiden Paramedics die Trage hoch und eilten mit ihrem Patienten gebeugt zu dem wartenden und dröhnenden Helikopter.