1. Ein untreuer Westernstar


    Datum: 10.10.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... Job hatte ich bereits aufgegeben und versuchte, von den Prämien zu leben. Was natürlich nicht gelang. Aber Ralf war ja da und er unterstützte mich trotz seiner Bedenken.
    
    Erst der Profivertrag mit Herrn Weber machte mich unabhängig und aus heutiger Sicht veränderte er mein Wesen. Ich bildete mir etwas ein auf meinen Status als Berufsreitern und dachte, dass es immer so weiter gehen würde.
    
    Nach einer zauberhaften Nacht mit meinem Liebling, mit meinem Ralf, fragte dieser mich, ob ich Kinder mit ihm haben möchte. Er wünsche sich so sehr Kinder. Ich glaube, dass meine schnelle, unüberlegte Antwort eine tiefe Erschütterung bei Ralf auslöste. Ich wollte nicht, ich wollte noch größere Erfolge beim Reiten und beachtete auch seine erschrockene Reaktion nicht. Auf eine Diskussion ließ ich mich nicht ein und Ralf stand vom Frühstückstisch auf, zog sich Sportsachen an und fuhr mit dem Fahrrad weg. Und statt auf ihn zu warten und noch mal das Gespräch zu suchen, fuhr ich reiten.
    
    An diesem Tag sah ich meinen Mann erst sehr spät. Ich lag schon im Bett und er lehnte meine Umarmung ab und drehte sich zur Seite und zum ersten Mal in unserer Ehe schliefen wir ohne Kuss ein. Auch in den nächsten Tagen kam es zu keiner wirklichen Aussprache, zu keinem richtigen Gespräch zwischen uns zu dem Thema Kinder. Ich war so verbohrt, dass ich nicht merkte, dass Ralf unheimlich enttäuscht war und nicht nur, weil ich keine Kinder wollte sondern auch, weil ich nicht darüber vernünftig sprechen ...
    ... wollte. Er zog sich zurück und nach einem Monat hatten wir den nächsten ernsten Streit, als ich im vorwarf, mich zu vernachlässigen, nicht mehr zu lieben und nicht mehr mit mir zu schlafen.
    
    "Erika, ich bin kein Pferd, das man aus der Box holt, sattelt und besteigt. Ich brauche Liebe und keine Pflichterfüllung. Du hast mich in der letzten Zeit sehr enttäuscht. Du bist nur noch auf dein Reiten fixiert, siehst nur noch das und ich bin dir mit meinen Wünschen doch nebensächlich, bin doch nur noch dazu da, deinen Lebensunterhalt zu sichern. Denk mal darüber nach."
    
    Eigentlich hätte ich im jetzt sagen müssen, dass ich ihn mehr als alles in der Welt liebe, hätte mich an ihn schmiegen müssen, aber ich war der Meinung, dass er mich nicht verstand und fing an, mich mit ihm zu streiten.
    
    Am einem der folgenden Montage stellte mir Herr Weber meinen neuen Trainer vor und damit nahm das Unglück seinen Lauf. Vom Namen her kannte ich Enrico schon, ein bekannter Trainer in der Branche, mit entsprechenden Erfolgen. Groß, braun gebrannt, schwarze lange Haare, die er zu einen Pferdeschwanz zusammen band und dunklen brauen Augen. Schon bei der Begrüßung versank ich in diesen Augen.
    
    Und es kam, wie es kommen musste. Enrico war ein harter Trainer, der mich sehr forderte, aber auch zu neuen Erfolgen führte. Was er aber auch machte, er beeinflusste mich mental, geistig und ich fühlte mich immer mehr als etwas Besonderes, als etwas Besseres. Mein ganzes Verhalten veränderte sich. Ich wurde eine ...
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