1. Milfy Way


    Datum: 24.10.2026, Kategorien: Verführung

    ... ich es machen. Behutsam vorgehen, damit sie den Rückzug antreten kann. Und natürlich nicht den direkten Weg nehmen. Sie darf gar nicht bemerken, dass ich es auf sie als Frau abgesehen habe. Nach der Sache mit Ellen hatte ich es noch mit anderen Frauen probiert. Die waren aber richtig lesbisch. Nebenwirkung: Kletten-Neigung. Nee, da blieb ich lieber bei den gelegentlichen Treffs mit der bisexuellen Ellen. Aber diese Witwe könnte eine willkommene Abwechslung sein oder werden.
    
    "Was ist denn nun?", richtete ich meine Aufmerksamkeit wieder an Uwe. Aber ein Blick nach rechts sagte mir, er war verschwunden. So leise gegangen wie er gekommen war. Immer machte er das, wenn es für ihn zu unangenehm wurde. Mein Blick richtete sich auf die Stelle etwa zwanzig Meter vor mir. Dort lag sein Körper, oder besser das, was von ihm noch übrig war. Ein Haufen Knochen und schwer verrottende Reste, in denen sich tausende Würmer wanden. Mich schauderte. Obwohl es hier so schön war auf dem Friedhof Ohlsdorf, dem größten Parkfriedhof der Welt, wollte ich jetzt weg. Ich ging zu meinem Auto und fuhr los. Ich wollte zur Küste. Der kürzeste Weg ginge in östliche Richtung, aber vor einiger Zeit hatte die Friedhofsverwaltung hier Schranken installiert, so dass man die oft zur Abkürzung genutzte Straße zum dem Ortsteil Bramfeld nicht mehr nutzen konnte. Sei's drum, die fünfzehn Minuten Umweg störten mich nicht sonderlich.
    
    ------------------------------------------
    
    Teil36: Milky Way
    
    Während der ...
    ... Fahrt hing ich meinen Gedanken nach. Manchmal spukten mir noch die vergangenen Ereignisse im Kopf herum, nahmen mich aber nicht mehr so mit, wenn ich daran dachte. Das warum, und das wie, da lag noch vieles im Dunkeln, aber es war so, dass meine Energie für andere Sachen benötigt wurde, anstatt noch weiter in der Vergangenheit herum zu wühlen. 'Lass die Vergangenheit ruhen', war immer der Leitspruch meines Vaters. 'Nimm es hin wie es passiert ist, du kannst eh nichts dran ändern.' Und so hielt ich es. Mein Freund war die Gegenwart, die lebte ich aus. Manchmal excessiv. Natürlich hätte ich weiter nachforschen können.
    
    Am meisten Kopfzerbrechen machte mir die Sache dem mit von dem Einbrecher gesuchten Datenträger. Auch ich hatte mein Haus nochmals auf den Kopf gestellt, da war nichts zu finden. Könnte das auf dieser Speicherkarte sein, die Uwe in Evelyns Nagellackfläschchen versenkt hatte? Aber erst mal, die war nicht da, wie ich im Bad von Piere festgestellt hatte. Ich konnte ja nicht seine ganze Wohnung durchsuchen, wenn ich mal da war. Und danach fragen wollte ich auch nicht. Und woher sollte ich den Code nehmen? Keine Ahnung, wo Uwe und Evelyn es zuletzt in Wien getrieben hatten. Das konnte ja überall sein. Außerdem vermutete ich, dass da nur die Zugangsdaten für die Banken drauf waren und Instruktionen für das Anlegen des Geldes. Das war eh obsolet, da er dann ja keines mehr hatte, was angelegt werden konnte. Also warum Energie darauf verschwenden?
    
    Die Corona Zeit hatte ...
«12...160161162...166»