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Die Galamex-Saga - Teil 01
Datum: 12.04.2020, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... Katastrophe auf Sumtarek 4 aus meinen Unterlagen stahl und verschwinden liess. Obschon sie sich ebenso bestürzt über den Vorfall geäussert hatte, war ihr dann das Vermögen ihrer Familie doch wichtiger. Sie sagte zu mir, sie könne nicht zulassen, dass ich das Lebenswerk ihres Vaters zerstören würde - dabei war dieser, genau wie sie, lediglich in eine reiche Familie hineingeboren worden. Zur Grösse von Astral Solutions hatten weder sie noch Richard wirklich etwas beigetragen. Aber der Gipfel der Anmassung lag darin, dass sie doch tatsächlich dachte, ihr Diebstahl würde nichts an unserer Beziehung ändern! Sie dachte tatsächlich, wir würden trotzdem noch heiraten und eine Familie gründen! Also habe ich meine Sachen gepackt und so viele Lichtjahre wie möglich zwischen uns gebracht." Wieder sassen wir eine Weile lang schweigend da. Dass sie sich mir gegenüber so viel Blösse gegeben hatte bewies, dass mir ihr Vertrauen gehörte. "Dann übernimmst du die operative Geschäftsleitung?" Endlich erschien wieder ein Lächeln auf ihrem Gesicht. "Nur wenn ich auch so ein schickes Holzhäuschen erhalte. Allerdings auf der anderen Seite des Sees - ich mag es etwas abgeschieden." Innerhalb des nächsten Monats drückte Alina Sparks meinem Unternehmen unweigerlich und unauslöschlich ihren Stempel auf. Wir gründeten gemeinsam mit Henry eine Firma mit dem Namen Cygnus Cooperations - kurz CyCo - und verfassten die Statuten. Da das Arbeitsverhältnis zu meinen Angestellten bisher nur aus ...
... einer mündlichen Vereinbarung bestanden hatte, verfasste sie in meinem Sinne einen Standard-Arbeitsvertrag: 5000 Stellari Grundlohn für jeden Angestellten mit diversen zusätzlichen Zahlungen je nach Arbeitsbereich. Freie Kost und Logis. Inbegriffene Krankenversicherung. Acht Wochen Ferien pro Jahr. Und natürlich die Gewinnbeteiligung. Die Hälfte des erwirtschafteten Gewinnes ging an die Inhaber, also an mich, Henry und Alina selbst. Die andere Hälfte ging an die Angestellten, gleichmässig pro Kopf verteilt. Ihre Kanzlei in Main Town löste Alina auf und stellte ihr halbes Dutzen Anwälte bei CyCo an. Wir reichten ein Patent auf meine genetische Modifikation ein und hinterlegten diese verschlüsselt beim kolonialen Patentamt - eine Entschlüsselung würde nur bei einem Streitfall vor Gericht stattfinden. Dann reichte sie eine Klage wegen Industrie-Spionage gegen Glaksson ein. Sie versprach sich vor Gericht keinen Erfolg damit, aber es zwang Glaksson dazu, vorsichtiger vorzugehen. Sie arbeitete unaufhörlich, vom frühen Morgen bis tief in die Nacht hinein. Man hätte den Eindruck gewinnen können, dass sie nie schlief. Daraufhin angesprochen meinte sie lediglich, schlafen könne sie, wenn sie tot sei. Tatsächlich schlief sie durchaus, allerdings reichten ihr 4 Stunden pro Nacht. Bei der Kolonialbehörde beantragte sie, unsere stetig wachsende Siedlung zu einer eigenständigen Ortschaft erklären zu lassen - was die Frage nach einem Ortsnamen aufwarf. Ich wollte nicht die bei der Flotte ...