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Die Galamex-Saga - Teil 01
Datum: 12.04.2020, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... "Nirgends so gemütlich wie in einem Bett, aber - " Alejandra legte Ornella zwei Finger auf den Mund. Dann kramte sie die Keycard zu ihrem Hotelzimmer, die sie beim Siedlerempfang erhalten hatte, hervor. "Schwester, ich will dir garantiert nicht vorschreiben, wo du deine Schäferstündchen abhälst - ich habe selbst einige skurrile Orte in meiner Sammlung - aber ich bin mir ziemlich sicher, dass unser guter Cygnus hier, nachdem du mit ihm fertig bist, ein Nickerchen brauchen wird, um für die zweite Runde zu Kräften zu kommen. Daher überlasse ich euch beiden Turteltauben mein Zimmer." "Ale - " begann ich. Ornella schnitt mir jedoch das Wort ab. "Willst du dich nach der Reise nicht etwas ausruhen - oder zumindest frisch machen?" "Ich habe jetzt eine Woche im Cryoschlaf verbracht - ausgeruhter geht nicht. Was das frisch machen betrifft: Es ist mir Schnuppe, ob sich jemand an meinem Novoxin-Duft stört. Das nennt sich PAL - Problem Anderer Leute. Nein, ich werde die Station unsicher machen, während ihr beide die Stabilität des Bettgerüstes und die Schalldämmung des Zimmers ordentlich prüft. Allerdings habe ich eine Bedingung, Süsse - " Alejandra lehnte sich zu uns und senkte die Stimme. "Ich will anschliessend ein paar pikante Details. Vor allem ob Cygnus mit seiner Zunge tatsächlich Wunder vollbringen kann." "Abgemacht!" stimmte Ornella begeistert zu und schnappte sich die Keycard. *** Ornella *** Nachdem Cygnus und ich uns von Alejandra verabschiedet ...
... hatten, schlenderten wir eng umschlungen die Promenade entlang in Richtung Sleeping Comet, eines der vier Hotels auf der Station. Eigentlich zu gemütlich, hinsichtlich der Tatsache dass wir beabsichtigten, intim zu werden. Dennoch hatten wir es nicht eilig, sondern genossen die Gegenwart des anderen und die Vorfreude auf das Bevorstehende. Von der Promenade aus hatte man einen guten Blick auf die darunterliegende Transit-Halle. Von hier aus war es noch viel deutlicher zu sehen, dass sich mehr Menschen auf der Station aufhielten, als zu meinen Anfangszeiten. Selbst die Promenade wies mehr Besucher als sonst auf. Aber für mich existierten in diesem Augenblick nur Cygnus und ich. Ein klein wenig bereute ich es, nicht doch noch kurz mit Alejandra eine Bar aufgesucht zu haben. Nachdem sie uns ihr Zimmer angeboten hatte, hatte ich sie sofort ins Herz geschlossen. Cygnus Wohlergehen schien ihr viel zu bedeuten, aber eben auf eine schwesterliche Art. Sie hatte von Anfang an klar gemacht, dass sie für mich keine Konkurrentin war - wennschon dennschon war sie eine für Cygnus! Der Gedanke liess mich unwillkürlich schmunzeln. Ich hatte noch nie etwas mit einer Frau gehabt. Nicht, dass ich etwas dagegen gehabt hätte. Es hatte sich einfach nie ergeben. Aber falls es jemals dazu kommen sollte - was unter den aktuell gegebenen Umständen sowieso ziemlich unwahrscheinlich war - dann mit jemandem wie ihr. Irgendwann erreichten wir dann doch das Hotel. Inzwischen hatte sich trotz der ...