1. Martins Metamorphose Teil 01


    Datum: 31.05.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... Wort brachte er über seine Lippen, stand unvermittelt auf und verließ wie ein geprügelter Hund, mit gesenktem Kopf mein Zimmer.
    
    „Ganz schön mutig," schoss es mir durch den Kopf, „wenn man einen Kopf kleiner und überdies noch so ein schmächtiger Schreibtischhengst ist, aber zum Glück für ihn hat sein Verstand ja noch rechtzeitig wieder eingesetzt und ihn dazu bewogen, den Schwanz einzuziehen."
    
    Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es erst 9 Uhr war. Da ich jetzt schon mal hellwach war, beschloss ich, frühstücken zu gehen und mich danach wieder an den Pool zu legen. Die frühe Morgenstunde hatte immerhin den Vorteil, dass es dort noch vollkommen leer und angenehm kühl war.
    
    Nachdem ich in Ruhe gefrühstückt und mich auf eine der zahlreichen freien Liegen platziert hatte, kamen mir Gabi und Martin wieder in den Sinn. Der gestrige Abend war ja eigentlich relativ erfolgreich verlaufen, aber Martins Auftritt am heutigen Morgen hatte mir einen gewaltigen Strich durch meine Planungen gemacht. Ich hatte keine rechte Idee, wie ich in der Angelegenheit weiterkommen könnte.
    
    Nachdem ich etwa eine Viertelstunde im Halbschatten meinen Gedanken nachgehangen hatte, stand plötzlich Gabi neben meiner Liege und wünschte mir fröhlich einen guten Morgen. Gutgelaunt fragte sie mich, ob wir nicht gemeinsam etwas unternehmen wollen. Für eine Sekunde war ich sprachlos, aber dann wurde mir schlagartig klar, dass mir das Schicksal an diesem Morgen mehr als gewogen war.
    
    Auf meine Frage, wo ...
    ... Martin denn steckt, antwortete sie mir, dass er etwas unpässlich sei und sich noch einmal ins Bett gelegt habe.
    
    „So, so, unpässlich", dachte ich bei mir, „dieser Schlappschwanz hat wohl eher die Hosen voll."
    
    Ich fasste Gabi am Handgelenk und zog sie neben mich auf die Liege, so dass ich meinen rechten Arm um ihre Hüfte legen konnte. Sie blickte mir erwartungsvoll in die Augen und so schlug ich ihr vor, dass ich einen Leihwagen besorgen und mit ihr die Insel erkunden könnte. Gabi willigte sofort begeistert ein, meinte aber, dass wir Martin schon mitnehmen müssten.
    
    Ich erwiderte, „dem geht es doch nicht gut, und außerdem hatte ich gestern Abend nicht das Gefühl, dass er mich besonders mag. Ich denke, wenn er uns begleiten möchte, dann soll er mir das schon persönlich sagen!"
    
    Gabi wirkte etwas ratlos, meinte aber, sie würde mit Martin reden und stand auf, um auf ihr Zimmer zu gehen.
    
    Eine ganze Weile passierte nichts und ich war mir eigentlich schon sicher, dass ich den heutigen Tag wohl doch ohne Gabi verbringen würde, da tauchte plötzlich Martin neben meiner Liege auf.
    
    „Donnerwetter", dachte ich, „dem muss Gabi aber ganz schön Druck gemacht haben, dass er sich hertraut".
    
    Er wirkte ziemlich verunsichert und entschuldigte sich umständlich für seinen morgendlichen Auftritt -- er habe einfach überreagiert. Ich antwortete ihm großzügig, dass ich seine Entschuldigung annehme, aber erwarte, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt. Wir verabredeten uns für 11 Uhr ...
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