1. Das Refugium Teil 2 - Kapitel 10


    Datum: 16.06.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Kapitel 10: Hans im Glück
    
    =========================
    
    Hans und Marianne gingen durch die Bergnacht hinüber zur Ruine der Berghütte. Hans ging voraus, in der Hand einen qualmenden Kienspan, der den Weg nur notdürftig beleuchtete. Marianne folgte ihm, in eine Felldecke gehüllt, mit nichts darunter, und einen amüsierten Lächeln auf den Lippen. Natürlich hätte sie den Weg mit der Taschenlampe, die zu ihrer Ausrüstung gehörte, taghell beleuchten können, aber sie wollte Hans den Spaß lassen, den großen Helden zu geben. Außerdem fand Marianne, der würzigen Geruch nach heißem Harz und Holzrauch hatte durchaus einen romantischen Flair. Sie sog die kühle Nachtluft ein, und sah hinauf in den sternenübersäten Himmel. Sie war gespannt, wie die Nacht mit Hans enden würde. Er wäre der erste Mann gewesen, der ihr widerstehen konnte.
    
    Schweigend erreichten die beiden die Ruine, und betraten den Hauptraum durch das hohle Viereck der ehemaligen Türe. An einen kurzen Gang schloss sich der ehemalige Gastraum an. Alles, was irgendwie von Wert gewesen war, sogar das Glas der Fenster, war geplündert worden. Die Decke hatte dem Feuer, das die Marauder gelegt hatten, widerstanden, aber die Einrichtung war völlig zu verkohlten Haufen verbrannt. Hans ging zielsicher hinter die Reste der ehemaligen Theke, und scharrte eine Schicht Asche und Dreck zur Seite, bis ein eiserner Ring auftauchte. Er griff danach, und wuchtete eine Falltüre in die Höhe. Darunter erschien die obersten Stufen einer ...
    ... erstaunlich gut erhaltene Betontreppe. Hans wies mit einer einladenden Geste hinunter, und Marianne ging voran. Hans folgte ihr, und die Falltür schlug mit einem dumpfen Aufschlag hinter ihnen zu.
    
    Sie befanden sich im ehemaligen Keller. Hier war, im Gegensatz zu oben, alles aufgeräumt, und Hans schwaches Flackerlicht beleuchtete große Kessel und Gestelle, auf einigen waren Felle zum Trocknen aufgespannt.
    
    "Das ist Evas Reich", er klärte Hans, "hier entlang". Und er führte Marianne in den nächsten Raum. Der Großteil wurde von einem in den Boden eingearbeiteten Becken eingenommen, daneben stand ein alter, verbeulter Kessel auf einen Eisengestell, unter dem Holzscheite und Reisig bereit lagen.
    
    Hans zog an einem Stück Schnur, das von der Decke hing, und glucksend füllte sich der Kessel mit Wasser. Dann hielt er den Kienspan an das Feuerholz, das sofort Feuer fing. Flammen züngelten knisternd hoch, hüllten den Kessel ein, und tauchten den Raum in flackerndes Licht
    
    "Es wird eine Weile dauern", sagte Hans, "bis das Wasser heiß ist. Was wollen wir in der Zwischenzeit anfangen? Wir könnten so lange hoch gehen und uns auf die alte Terrasse setzen. Der Anblick der Sterne ist atemberaubend, seit die Lichtverschmutzung kein Thema mehr ist."
    
    "Ich glaube, ich bleibe lieber hier", antwortete Marianne, und setzte sich neben das Becken. "Magst Du mir nicht Gesellschaft leisten?" Und sie klopfte einladend neben sich auf den Boden. "Moment, ich hole mir auch ein Fell", antwortete ...
«1234...9»