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Das Internat
Datum: 03.07.2021, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... lässt. „Und du wirst sehen, wie befreiend es wirkt. Der Schmerz wird dich lehren, leiten." Der erste Schlag landet auf meinem Arsch. Es brennt fürchterlich, ich winde mich in den Ketten, versuche den Schlägen ohne Erfolg auszuweichen. Was nun folgt kann ich nicht beschreiben. Die Schmerzen setzen mich in eine Art Trance, meine Tränen kullern aus den Augen, dieser Schmerz überdeckt einfach alles. Ich weiß nicht, wie lange es gedauert hat. Jedenfalls schnallt sie mich endlich ab und dreht mich in die Richtung eines Spiegels. Ich muss meinen geschundenen Rücken, Po und Oberschenkel anschauen, kann mich kaum noch auf den Füßen halten. „Das hat der kleine Lars aber ganz hervorragend gemacht. Ich glaube, du hast dir das Siegel des Internats verdient." Sie legt mich über die Seitenlehne des Sofas, geht zum offenen Kamin in dem immer noch die Glut vorhanden ist. Ich bin viel zu fertig, als dass ich mich wehren kann, da holt sie einen Schürhaken aus der Glut... oder ist es... es ist ein Brandeisen. Ehe ich mich wehren kann, drückt sie mir das Eisen auf die Seite meines Allerwertesten. Den Geruch... ich werde ihn nicht mehr vergessen. Nun bin ich also wirklich offizielles Internatsmitglied... oder soll ich sagen... Eigentum? „Ziehe dich wieder an, lasse deine Wunden pflegen und melde dich dann später beim Internatsleiter. Er will dich sehen, dass passiert nicht oft, dass er sich einmischt. Liebend gerne würde ich jetzt noch etwas mit dir spielen, aber das müssen wir ...
... wohl aufschieben. Macht aber nichts, so leicht kommst du hier jetzt nicht mehr weg." In meinen Gedanken kreist in allen möglichen Richtungen. Ob ich das Durcheinander der Gefühle so schnell wieder einfangen würde? Diese Gefühle waren ungewohnt, hatten einen gewissen Reiz, sich hilflos der Willkür von Sibille ausgeliefert zu sein. Aber eines wusste ich, ich musste ihre Herrschaft brechen. Ich konnte so etwas nicht zulassen, dazu habe ich ein zu großes Ego. Die Zeit wird kommen, da werde ich ihr alles zurückzahlen. Bis dahin werde ich ihre Spiele mitspielen müssen. Der Ärger und die Wut über diesen Vorfall lassen mich meinen Schmerz vergessen. Bei Kathi lasse ich mich versorgen. Hannah liegt im zweiten Bett neben mir, sie schaut mich nur stumm aber gar nicht gehässig oder böse an. Entweder hat meine Behandlung tatsächlich ihren Widerstand gebrochen oder sie fühlt sich jetzt auf einer Ebene mit mir, beide hart gezüchtigt. Kathi ist stiller als sonst, entweder ist sie etwas müde oder sie respektiert, dass wir unseren Schmerz in Ruhe verarbeiten müssen. Anschließend mache ich mich auf, um den Prinzipal, dem vermutlichen Eigentümer dieses Internats gegenüber zu treten. Der vielleicht letzten Hürde, um hier wirklich angenommen zu werden. Auf dem Weg kommt Michelle um die Ecke gerannt. Als sie mich sieht, stoppt sie und geht gemessenen Schrittes auf mich zu. Ich muss grinsen, wie sie sich an meine Vorgaben scheinbar nur in meiner Anwesenheit hält. Da werde ich wohl noch ...