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Das Internat
Datum: 03.07.2021, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... noch einmal lecken. Ich weiß nicht, wie lange das Treiben nun schon geht. Jegliches Zeitgefühl ist mir verloren gegangen, als sie endlich einzuschlafen scheinen. Möglichst leise schiebe ich mich zur Tür, dann an ihr hoch um sie mit den letzten Kräften aufzuschieben. Draußen falle ich wieder auf den Boden und schließe sie. Danach schlafe ich kraftlos ein. Ich öffne meine Augen. Sie erfassen langsam diesen Flur, ich bin direkt dort eingeschlafen. Nackt wie ich bin, traue ich mich doch nicht wieder in das Zimmer des Prinzipals einzutreten um meine Kleidung wieder zu holen. Was war das nur? Und wie lange habe ich hier geschlafen? Ich bin müde, überall auf meinem Körper befinden sich Biss- und Kratzwunden. Und meine Genitalien schmerzen. Trotzdem steht er... steht steil, fest, hart und dunkelrot ins Bläuliche verlaufend. Was haben die beiden nur gemacht? Schon das leichte Berühren lässt mich vor Schmerz zusammenzucken. Das Blut... es scheint nicht wieder zurück laufen zu wollen. Langsam stehe ich auf, horche an der Tür aber es scheint alles leise zu sein. Nein, ich gehe wieder den Gang entlang zurück zur Treppe. Die Türen links und rechts lasse ich auch aus, ich habe jetzt keine Lust irgendjemanden in diesem Zustand zu treffen. Auf nackter Sohle gehe ich leise die steinerne Wendeltreppe herunter. Die Kälte des Steins kriecht durch meinen Körper. War der Gang noch von Kerzen erleuchtet, ist es hier dunkel und nur das wenige Licht der Nacht scheint durch die Fenster und ...
... erhellt ein wenig meinen Weg. Auch weiter unten ist es dunkel, wenigstens wird mich so niemand sehen. Ich erinnere mich an einen Schrank mit Wettermäntel oder Kutten. Die dienen dazu, uns vor einem Unwetter zu schützen, hier nehme ich es als notdürftige Bedeckung meiner Nacktheit. Der Mantel legt sich allerdings schwer auf mein schmerzendes Glied. Die Zähne zusammenbeißend mache ich mich auf durch die Gebäude um zu meinem Zimmer zu kommen. Ein kurzer Gedanke an Michelle, die mich vermutlich vermissen wird, aber in dem Zustand ist mir lieber, wenn sie nicht da wäre. Kurz, bevor ich den Ausgang des Gebäudes erreiche, höre ich plötzlich einen dunklen Singsang. Ein wenig Choralgleich tönen Klänge an mein Ohr, die ich erst mit dem Wind verwechselt habe. Aber als ich an der Kellertreppe vorbeigehe, kann ich sogar eine Richtung ausmachen. Auch höre ich wieder dieses Schreien, dieses Geräusch, was ich nachts unbewusst immer wieder wahrgenommen habe. Ich habe mich schon fast für verrückt und aufgrund der Ereignisse einfach nur überfordert angenommen, so dass mein Geist mir dieses immer wieder in meinen Träumen vorgaukelt. Aber nein, hier waren diese Geräusche präsenter, als je zuvor. Vorsichtig und leise steige ich langsam die Kellertreppe herunter. Als ich um die erste Biegung komme, kann ich den Schein von... ja, von Fackeln erkennen. Dieses Flackern des Lichtes auf dem Boden. Immerhin kann ich so erkennen, wohin ich gehe. Hatte ich schon erwähnt, wie kalt der Boden auf ...