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Das Geburtstagsgeschenk 01
Datum: 11.07.2021, Kategorien: Betagt,
1. Ein Freitag im Mai 2019 Seit langem haben meine Frau und ich vereinbart, uns nichts zum Geburtstag zu schenken. Das schließt nicht die Wochenendausflüge ein, die ich zu ihrem Geburtstag oder am Hochzeitstag organisiere, meistens verbunden mit sexuellen Ausschweifungen der einen oder anderen Art. „Ich schenke Dir nichts zum Geburtstag" hatte sie auch dieses Jahr gesagt. Im Prinzip halten wir uns an diese Absprache, aber in dem einen oder anderen Jahr fällt zum Geburtstag trotzdem eine Kleinigkeit, manchmal auch eine Großigkeit als Geschenk an. Sie konnte mich an jenem Wochenende leider nicht in meiner Zweitwohnung besuchen, die sich in fußläufiger Entfernung von meinem Arbeitsplatz, aber 600 km von unserem Hauptwohnsitz entfernt befindet. Deshalb wollte ich am Nachmittag meines Geburtstags nach Hause fahren. Dummerweise hatte ich vormittags noch einen beruflichen Termin, den ich nicht verschieben konnte. Und das ausgerechnet an meinem 65. Geburtstag. Also war ich nicht wie üblich am Donnerstagabend oder Freitag früh abgefahren. Die Besprechung hatte wieder einmal länger gedauert als geplant. Erst nach14 Uhr kam ich aus dem Büro und machte mich auf den Weg in meine Zweitwohnung, um den Koffer zu holen. Jetzt musste ich mich sogar noch beeilen, um den letzten Zug zu erreichen, mit dem ich noch zu einer halbwegs vernünftigen Zeit an unserem Hauptwohnsitz ankommen würde. Es würde ohnehin nach 22 Uhr werden, bis ich zuhause wäre -- vorausgesetzt ich erreichte alle ...
... Anschlüsse, was bei drei Umstiegen und der bewährten Zuverlässigkeit der Bahn nicht selbstverständlich ist. Als ich die Tür zu meiner Zweitwohnung öffnete, hörte ich Stimmen aus der Küche. Was war denn jetzt los? Hätten mich etwa die Kinder besucht? Sie hatten das an meinem Geburtstag zwei Jahre zuvor auch so gemacht, aber da wussten sie, dass ich nicht mitten in der Woche nach Hause fahren konnte -- und sie hatten mich eine halbe Stunde vor Ankunft von unterwegs aus angerufen und vorgewarnt. An diesem Geburtstagsfreitag betrat ich also die Küche und das Gespräch verstummte. Meine Frau stand auf und kam mir einen Schritt entgegen. Sie drückte mir einen Kuss auf den Mund und sagte „Hi Schatz, alles liebe zum Geburtstag". Eine mir völlig unbekannte Frau saß uns gegenüber am Küchentisch. Sie stand ebenfalls auf. „Das ist Elvira", sagte meine Frau. „Wie sie wirklich heißt, brauchst Du nicht zu wissen. Du wirst sie danach auch nicht mehr wiedersehen, aber dieses Wochenende wird sie alles tun, was Du willst. Und Du kannst alles mit ihr anstellen, was Du willst." „Wie jetzt? Was heißt ,alles´?" „Ja, alles" antwortete „Elvira" leise, schüchtern lächelnd. „Auch von mir alles Gute zum Geburtstag", und streckte mir über den Tisch hinweg die Hand entgegen. Leicht desorientiert gab ich ihr die Hand. „Danke." Die Situation verwirrte mich etwas. Das musste ich erst einmal setzen lassen -- und mich setzen.„Elvira" setzte sich ebenfalls wieder und ich ließ mich auf den ...