1. Polyamorie 04 - Kapitel 01+02


    Datum: 29.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... vorstellen, wie das wäre. Meine Tochter, meine geliebte Lisa. Habe ich Julia weniger geliebt? Kann schon sein, zumindest kannte ich sie nicht so lange wie Lisa. Von Geburt an. Aber deswegen trauerte ich nicht weniger um Julia. Ich hatte sie auch geliebt. Marie kannte sie am längsten von uns allen und hatte eine innige Verbindung zu ihr. Marie ...
    
    Ich schaute über die Schulter. Sie lag noch unter der Decke, immer noch in Embryo-Haltung: Sie hatte noch ihren Kopfhörer drin. Das Kabel hatte sich um ihren Hals gewickelt. Ich löste mich von Lisa, befreite Marie von dem Kabel, legte sanft meine Hand auf ihren Rücken und prüfte die Körpertemperatur. Sie fühlte sich noch immer kalt an.
    
    „Lisa, Marie wird nicht warm. Was soll ich machen?" Gleichzeitig strich ich über Maries Stirn und sprach zu ihr. „Kleine! ... Marie! ... Komm, wach auf. Ich mach dir ein heißes Bad. Dann wird es dir besser gehen." Die letzten Sätze sagte ich mehr zu mir selbst, um mich zu beruhigen. Ich schob meine Arme unter ihren Nacken und die Beine und hob sie hoch. Marie lag schwer in meinen Armen, sie schien noch immer zu schlafen, hielt sich auch nicht an mir fest. Ich musste sie dicht an mich drücken, damit ich sie besser tragen konnte. Dann ging ich mit meiner Schutzbefohlenen in das Badezimmer. Lisa folgte uns.
    
    „Ich lass das Wasser ein, warte kurz, ich halte sie. Dann kannst du dich ausziehen und mit ihr zusammen in die Wanne", half mir Lisa.
    
    „Kannst du dann bitte nochmal heißen Tee machen. Sie ...
    ... muss auch von innen gewärmt werden", bat ich Lisa und hoffte: „Nicht, dass sie auch noch eine Lungenentzündung bekommt."
    
    „Pass du auch auf dein Ohr auf, damit kein Wasser hineinkommt. Du hast einen Riss im Trommelfell, vergiss das nicht!", ermahnte mich Lisa und hielt fast mühelos Marie in ihrem Arm. Obwohl sie keine 20 cm größer war als Marie, konnte sie sie problemlos halten. Lisa schien stärker zu sein, als ich es war. Zärtlich gab sie Marie einen Kuss auf die Stirn und sah liebevoll besorgt zu ihr hinunter.
    
    Schnell zog ich mich aus und setze mich in die einlaufende Wanne. Lisa reichte mir Marie. „Marie!", rief ich sie an. „Marie, wach auf! Hier drin ist es schön warm. Wach auf, mein kleiner Engel." Zärtlich strich ich ihr mit einer Hand voll warmen Wassers über den Kopf.
    
    Verschlafen öffnete sie die Augen. Sie sah mehr durch mich hindurch, als mich an. Marie wirkte wie eine willenlose Puppe. Mit beiden Händen schaufelte ich das warme Wasser über ihren Körper. Über die Beine, ihren Bauch und ihre kleinen Brüste. Ihre Brustwarzen waren hart. Bestimmt vor Kälte.
    
    Lisa sah uns zu und praktisch, wie sie dachte, griff sie nach der Brause und stellte den Hebel um. Sie duschte Marie damit über die Schultern. Ich nahm ihr den Brausekopf ab und ließ das Wasser über Maries Rücken laufen. Auch der war sehr kalt. Ich wechselte zwischen Brust und Schultern hin und her, bis sich ein Erfolg einstellte. Marie wärmte sich auf und lehnte sich selbst zurück an meinen Bauch. Ihren ...
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