1. Polyamorie 04 - Kapitel 01+02


    Datum: 29.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... Kopf hatte sie zur Seite gedreht und schaute zu der gefliesten Wand. Ich strich ihr über die Haare.
    
    „Marie, wir schaffen das. Wir alle zusammen. Wir helfen dir. Ich helfe dir. Das habe ich Juls versprochen. Du musst dir aber auch von uns helfen lassen", bat ich sie. Marie drehte sich weiter herum, bis sie vor mir kniete. Sie sah mich an und sagte: „Wenn ich ein Baby von dir bekomme, nenne ich sie Julia. Das bin ich ihr schuldig."
    
    Ich musste meine aufsteigenden Tränen verbergen und umarmte sie, fest an mich gedrückt versprach ich ihr: „Wenn die Zeit reif ist, wirst du ein Kind bekommen. Von mir aus kannst du sie auch Julia nennen, aber wenn es ein Junge wird, müssen wir über den Namen nochmal reden."
    
    Wir lachten beide über diese Dummheit und endlich schmiegte sich meine Kleine an mich und wärmte sich auf.
    
    Nach einer halben Stunde stiegen wir aus der Wanne und trockneten uns ab. Wir zogen uns die Frotteemäntel über und gingen zusammen mit Lisa zum großen Bett. Lena und Yasi öffneten verschlafen die Augen. Ich lächelte ihnen einen guten Morgen zu und erklärte: „Ich muss einige Telefonate erledigen. Könnt ihr Marie wärmen. Wir können jetzt alle Körpernähe gebrauchen."
    
    Lena winkte Marie zu sich: „Marie komm zu mir, ich muss dir noch was erzählen." Marie sprang über Yasi hinweg und landete in der Mitte zwischen den beiden.
    
    „Du kannst dich auch noch hinlegen. Es ist erst 6:00 Uhr", sagte ich zu Lisa.
    
    „Was ist mit dem Flug?", fragte sie.
    
    „Ich werde den Flug ...
    ... stornieren. Wir buchen einen anderen. Das Hotel werde ich um andere Zimmer bitten."
    
    „Warum andere Zimmer?", wollte Yasi wissen.
    
    „Kann sein, dass die Suite nach uns reserviert ist. Außerdem ist sie ziemlich teuer, und wer weiß wie lange wir noch in New York bleiben müssen. Wir könnten sie uns schon noch leisten, aber ihr fühlt euch hier vielleicht nicht mehr wohl." Ich sah zu Lisa. „Ich frage mal, was das Hotel arrangieren kann."
    
    Lisa zog sich einen Slip über und schlüpfte in die Sachen vom Vortag. Kopfschüttelnd fragte ich: „Willst du nicht mehr schlafen?"
    
    „Ich werde dir helfen. Ich wette, du kannst jede Hilfe gebrauchen. Manchmal glaube ich, du denkst nicht weit genug."
    
    „Okay, dann komm mit raus, die anderen können noch liegen bleiben."
    
    In der Lounge dauerte es nicht lange, da hatten Lisa und ich eine Diskussion über den Verbleib in den USA und die Notwendigkeit, dass wir alle zusammenblieben. Lisa wollte mit Lena und Yasi nach Deutschland zurückfliegen. Marie und ich sollten hierbleiben und alles Notwendige in den USA erledigen. Sie würden mich von Deutschland aus unterstützen und vor Ort alles in die Wege leiten.
    
    Das Beerdigungsinstitut musste beauftragt werden, die Beerdigung organisiert und nach Julias Wohnung musste geschaut werden. Lisa wollte auch einem Psychologen suchen und Julias Arbeitgeber informieren. Es gab so viele Dinge zu erledigen. Dinge, an die wir in dem Moment noch nicht dachten oder die erst noch auf uns zukommen würden. „Lisa, ich ...
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