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Die Babysitterin
Datum: 30.07.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... fort: „Da ist noch etwas. Ich möchte dir ihr Zimmer zeigen." Wir gingen zu ihr hinüber. Als sie die Tür öffnete, war es, als würde ich in eine andere Welt eintreten. Nicht, weil die dominanten Farben Weiß und Rosa waren, sondern weil die Atmosphäre des Zimmers einer anderen Dimension glich. Alles war flauschig, kuschelig, nicht erdrückend, aber eng umwebend. Als wäre man von dickem Schaum umgeben. Selbst ich als Mann, der keineswegs ein Fan von Rosa war, fühlte mich dort behaglich. Es war wie eine entspannende Massage der Seele. „Es ist ihr Rückzugsort. Oder war es." Ich schaute mich genauer um. Die Tapete mit weiß-rosa Herzmotiven. Das Bett klassisch mit einem Eisengestell in Pink, darauf eine dicke Matratze, eine noch dickere Decke und ungefähr ein Dutzend Einhörner aus Plüsch. Auf dem Boden ein riesiger Wollteppich, in dem ich fast versank. Ein Regenbogenbild an der Wand, Märchen- und Bilderbücher neben dem Schreibtisch. Objektiv betrachtet sah das Zimmer aus wie die eines Grundschulmädchens -- mit einigen Ausnahmen. Das Bücherregal war voll gepfercht mit großen, dicken Fachbüchern. Ich ging näher, um die Titel zu überfliegen. Sexualität und Trauma, Therapie, Störungen des sexuellen Verlangens, Sexualität nach gynäko-onkologischen Erkrankungen. Daneben etliche mit dem Thema Vater-Tochter. Dann philosophische Bücher: Nietzsche, Platon, Wittgenstein, Kant. Ich war schwer beeindruckt. Kerstin zeigte auf ein Bild an der Wand. Lenes Vater. „Merkst du gewisse ...
... Ähnlichkeiten?", fragte sie und ich musste gestehen, dass wir dieselben Gesichtszüge hatten. Kerstin zeigte mir danach noch Lenes riesige Garderobe und einen Schrank, den sie immer unter Verschluss hielt. Ich konnte mir schon denken, was sie darin aufbewahrte. Ich verweilte noch einige Minuten im Zimmer, dann begleitete mich Kerstin zur Tür. „Es tut mir leid wegen vorhin. Ich war nur etwas verzweifelt. Aber eigentlich..." Sie stockte, als ob sie nochmal überlegen wollte, ob sie mir dieses Geheimnis anvertrauen sollte. Schließlich tat sie es. „Eigentlich habe ich sie schon lange nicht so glücklich erlebt wie in den letzten Wochen." Mit einem Lächeln im Gesicht trottete ich nach Hause. *~*~*~* Des Schluckaufs Lösung geht tief Am Abend, nachdem Johanna ins Bett gesteckt worden war, ging ich in gewohnter Weise ins Wohnzimmer. Lene in gewohnter Weise auf dem Sofa und kurz danach auf meinem Schoß. Ihr Gesicht war magisch schön, ganz besonders aus der Nähe. Kein Küssen, kein Gerede, einfach nur stilles Anschauen. Ich konnte gar nicht genug bekommen. Nebenbei kreiste der Besuch ihrer Mutter in meinem Kopf. Hätte ich mich erschrecken sollen? Irgendwie war nichts davon eine Überraschung, denn alles passte ins Bild. Anstatt Lene zu bemitleiden oder gar Abstand haben zu wollen, hatte ich Respekt vor ihr. Ich hielt sie für eine insgesamt starke Frau -- mit großem Überraschungspotential. So ganz verheimlichen wollte ich das Gespräch mit Kerstin allerdings ...