1. Die Babysitterin


    Datum: 30.07.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... meine eigene Vorstellung, mein Konstrukt der Wirklichkeit in meinem Kopf. Es ist am Ende egal, woraus dieses Konstrukt zusammengesetzt ist. Es ist da und will bedient werden."
    
    Sie erzählte weiter von ihren Freundinnen, deren Väter sie erlebte, wie sie sich wünschte, auch einmal durch eine tiefe Männerstimme beschimpft zu werden. Lene erzähle so aufrichtig, dass ich gar nicht richtig zuhören konnte. Ich war nur hin- und hergerissen von ihrer Art, von ihrer Offenheit, solch einen tiefen Einblick in ihre Welt zu geben.
    
    Die Flasche wurde schnell geleert. Ich holte eine neue und Erdnüsse dazu. Es war bereits 2 Uhr.
    
    „Um zu deiner ursprünglichen Frage zurückzukehren: Ich glaube, das Mädchen in mir kommt der Frau in mir deshalb so oft in die Quere, weil es nicht genug bekommt. Oder weil es sich nicht sicher sein kann, ob es am nächsten Tag überhaupt etwas bekommt. Es braucht Gewissheit, dass es immer drankommt."
    
    „Wie?", wurde ich neugierig.
    
    „Indem es regelmäßig seine Zeit bekommt. Die Mädchen-Zeit."
    
    Ich hob meine Augenbraue, denn Lenes Wunsch war durchaus einleuchtend.
    
    „Die Zeit kann liebevoll verbracht werden oder auch streng. Hauptsache Lene-Mädchen steht im Mittelpunkt. Ich glaube, wenn ich das bekomme, dann ist das ein stabiler Rahmen, sodass ich mich besser unter Kontrolle habe. Denn du musst ja wissen: Es stört auch mich, dass das Mädchen in mir so oft ausbricht und die Frau in mir erdrückt. Auch ich möchte das ändern -- soweit es geht."
    
    Ich blickte ...
    ... sie mit ernster Miene an, denn worüber sie sprach, war der Knackpunkt unserer Beziehung. Lene merkte das und spürte die Notwendigkeit, ihre Zuversicht zu betonen.
    
    „Ich bin mir fast sicher, dass wenn ich genug Mädchen sein kann, ich auch Frau sein werde."
    
    Sie hatte ihre Situation ziemlich objektiv und zurückhaltend formuliert, doch am Ende wurde sie emotional.
    
    „Ich wünsche es mir so sehr, dass du streng und liebevoll zu mir bist. Dass du mich auf deinen Händen trägst, aber zugleich auch nicht alles durchgehen lässt. Ich wünsche mir deinen Schoß, egal ob zum Kuscheln oder zum Bestrafen. Ich wünsche deine rigorose Art, wie sie manchmal Johanna bekommt. Ich wünsche deine Aufmerksamkeit. Ich weiß ganz genau, dass das in dir ist und dass du es mir geben kannst."
    
    Sie saß am Tisch mir gegenüber. Die Entfernung war groß, so lehnte sie sich vor, um näher zu sein.
    
    „Ich werde ganz schwach, wenn ich daran denke, wie du mich gepflegt hast, als ich krank war. Ich schmelze jedes Mal dahin, wenn du mich in deinen Armen trägst. Es kribbelt in meinem ganzen Körper, wenn du mich anfasst -- egal ob sanft oder hart. Es brodelt ein ekstatisches Gemisch aus Angst und Sehnsucht in mir, wenn ich weiß, dass du mich bestrafen wirst. Du hast all das, was ich brauche. Und ja, du kannst sagen, was weiß die schon, die ist erst achtzehn. Vergiss aber nicht, dass durch die erlittenen Traumata ich in bestimmter Hinsicht vielleicht weiter bin als mein Alter."
    
    Sie trank einen Schluck und wartete ...
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