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Die Babysitterin
Datum: 30.07.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... Vorbereitungen bahnte sich bereits an, was sich an diesem Tag offenbaren sollte. Eine vakante Rolle musste früher oder später besetzt werden -- besonders, wenn die neue Kandidatin schon die ganze Zeit präsent war. Die vergangenen Tage und Wochen sagte ich nichts und versuchte so neutral wie nur möglich zu bleiben. Ein Kind durfte in diesem sensiblen Thema auf keinen Fall beeinflusst werden, obwohl Johanna ständig darüber sprach. Sie fragte mich, ob sie das überhaupt machen dürfte, ob Lene sich freuen würde, ob andere Menschen nicht böse wären. Am besagten Sonntagvormittag fuhr ich mit Johanna zum Blumenhändler. Lene ahnte nichts, denn wir hatten vor, ihre Mutter und Johannas Oma zu besuchen, wozu ebenfalls Blumensträuße notwendig waren. An solchen Tagen war das Gedränge verständlicherweise groß. Zwei Sträuße waren vorab bestellt und mussten nur abgeholt werden, aber der eine, der allerwichtigste Strauß, der musste erst zusammengestellt werden. Sorgfältig wählte Johanna jede einzelne Blume aus, grübelte lange an den Schleifen und entschied sich auch für eine kleine rote, herzförmige Begleitkarte. Hatte ich schon erwähnt, dass meine Tochter unwiderstehlich sein konnte? Nein, nicht nur in meinen Augen als ihr Vater (das verstand sich von selbst). Aber auch viele andere Menschen waren von ihr angetan und machten ihr diesbezüglich Komplimente. Diese Unwiderstehlichkeit vermochte sie auch immer besser einzusetzen, so zum Beispiel bei der Zusammensetzung des Straußes. Ein ...
... Dutzend Leute warteten minutenlang geduldig und lächelnd, während Johanna der Floristin Instruktionen gab und am Ende zufrieden das Endprodukt übernahm. Zu Hause angekommen atmete ich tief durch, bevor wir aus dem Auto stiegen. Ich hatte ein bisschen Angst vor Situationen, bei denen eine starke emotionale Ladung zu erwarten war. So vieles konnte dabei schiefgehen. Doch da musste ich durch, väterliche Pflicht sozusagen. Wir gingen ins Haus und luden alles im Wohnzimmer auf dem großen Esstisch ab. Johanna war mittlerweile ebenfalls etwas nervös. Lene warf einen kurzen Blick auf die Farbenvielfalt und wollte sich wieder dem Kuchenbacken widmen, doch Johanna rief sie zurück. „Warte! Ich habe noch etwas für dich!", sagte sie mit zittriger Stimme. „Wow!", freute sich Lene. Sie wusste noch immer nicht, was genau Johannas Absicht war, und dachte, sie würde den Blumenstrauß nur bekommen, damit sie nicht leer ausging. Schließlich waren die meisten Frauen gleichzeitig Mütter und wurden an diesem Tag reichlich mit Blumen versorgt. Wie immer, ging Lene in die Hocke, um auf Augenhöhe zu sein und das Geschenk entgegenzunehmen. Johanna näherte sich zaghaft mit dem kleinen Strauß. Je näher sie kam, desto besser war der Text auf dem roten, herzförmigen Kärtchen zu lesen. Als er eindeutig zu lesen war, schwand Lenes Lächeln. Johanna reichte ihr den Strauß und stotterte verlegen: „Ma... ähm... Lene, darf ich... Kannst du... ähm... Kann ich dich Mama nennen?" „Was?!", konnte ...