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Die Babysitterin
Datum: 30.07.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... angezogen, der ganz leicht zur Seite geschoben werden konnte (wohl nicht zufällig). Sie ritt mich, wobei ihr anzumerken war, dass es wirklich unkomfortabel war. Doch waren ihre Reitkünste so gut, dass ich nach drei-vier Minuten keine Chance hatte. Wir küssten uns danach noch einige Minuten, dann fuhr sie mich zurück und verabschiedete sich mit einem strahlenden Gesicht. Und das alles nur wegen ein paar Post-its. *~*~*~* Ausgebrannt Lene war ein Engel. Dies durfte ich so richtig auf meiner eigenen Haut erfahren, als mich fast ein Burn-out erwischt hatte. Der Stress bei der Arbeit wuchs nämlich, als ein neues Vorstandsmitglied, zugleich mein Vorgesetzter, meinte, alle bewährten Vorgehensweisen infrage stellen zu müssen. Daraus entstand ein fortwährender, teilweise aussichtsloser Beweis- und Rechtfertigungsdruck, was sich auch daheim bemerkbar machte. Die Überstunden häuften sich und ich war kaum fähig, abends oder am Wochenende richtig abzuschalten, stattdessen drehten sich meine Gedanken oft nur um Probleme bei der Arbeit. Die freien Nachmittage an Deployment-Tagen waren längst Geschichte, ich saß dann manchmal 13-14 Stunden im Büro. An solch einem Donnerstagabend traf ich wie gewöhnlich gegen Mitternacht ein. Mir ging es gar nicht gut, ich war am ganzen Körper angespannt, mein Schädel brummte, als wäre ich erkältet, obwohl ich das nicht war. Ich zog die Reißleine und nahm den darauffolgenden Freitag frei. Lene übernahm Johanna für den Morgen, sodass ...
... ich ausschlafen konnte. Das hatte ich auch, und zwar in Form eines Blackouts. Ich wachte am nächsten Tag kurz vor zehn Uhr auf. Ich bekam nicht mit, wie die beiden aufgestanden waren und Johanna in die Kita gebracht wurde. So etwas war mir noch nie passiert. Aber ich fühlte mich besser. Den Tag verbrachte ich mit Lesen und Entspannen, am Nachmittag holten wir Johanna ab und es schien sich alles zu normalisieren. Nachdem ich meine Tochter schlafen gelegt hatte, überkam mich jedoch wieder eine Welle der Müdigkeit und des Unwohlseins, viel übler als am Vortag. Das Heimtückische an einer chronischen Überarbeitung ist, dass man es nicht sofort merkt, und wenn man sich zu erholen versucht, wird es schlimmer (zumindest anfangs). Der Stresszustand schützt ja auch den Körper, man ist widerstandsfähiger. Beginnt man dann, sich auszuruhen und zu entspannen, ist der Schutz weg und die Folgen des Dauerstresses kommen so richtig zum Vorschein. Kein Zufall, dass viele Menschen am ersten Urlaubstag krank werden. Am nächsten Tag, es war ein Samstag, beäugte mich Lene kritisch und schritt anschließend zur Tat. Ich hörte, wie sie mit Johannas Großmutter telefonierte. Daraus entwickelte sich ein kleiner Streit, denn ich wollte nicht, dass meine Tochter gleich abgegeben wird, nur weil mir ein bisschen unwohl war. „Süßer, während du geschlafen hast, habe ich über die Symptome nachgelesen. Das ist gar nicht gut." „Jetzt übertreibe mal bitte nicht!" Lenes Stimme wurde drohender: ...