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Eine misslungene Entführung - 01
Datum: 10.10.2021, Kategorien: Nicht festgelegt,
... Industriegebiet? Sie schleppten ihn nicht weit -- in einen nicht beleuchteten Raum -- und ließen ihn dort auf einen weichen Untergrund fallen -- eine Matratze? Er meinte sogar einen Kopfpolster zu spüren. Die beiden verließen den Raum und schoben quietschend eine Türe zu. „Zieh ihm jetzt die Fesseln nach und kümmer dich um die Maske, ich verstau inzwischen das Auto". „Vielleicht findest du irgendwo eine Decke falls es länger wird?" „Es hat 15 Grad, der braucht keine Decke. Hör jetzt mit dem sentimentalen Scheiss auf. Stell dir vor der ist 60 und fett, dann gehts leichter" "Ist er aber nicht ..." Blitzartig war Martin wach -- das war jetzt dann vielleicht die letzte Chance die ihm die beiden Stümper ließen. Mit einer Maske über dem Kopf und weiteren Fesseln würde er sich gegen die beiden wohl nicht mehr so einfach wehren können. Er öffnete die Augen einen Spalt breit, entledigte sich der Hand- und Fußfesseln und legte die nun offenen Kabelbinder hinter sich. Es war aufgrund der fehlenden Beleuchtung schummrig, das Tageslicht das durch ein dreckiges Fenster fiel ließ es aber zu zumindest zu, dass er erkannte wo er sich befand. Es wirkte wie eine alte, verlassene Autowerkstatt mit einer großen Garage und einem angrenzenden Büro. Hier im Büro lag er auf einer offensichtlich neuen, weil weißen, Matratze und auf einem weißen Polster. Sah beides sehr nach IKEA aus. Beim Gedanken daran, dass die beiden das alles offenbar bewusst eingekauft hatten um es ihrem ...
... Opfer erträglicher zu machen musste er trotz der prekären Situation innerlich schmunzeln. Neben der Matratze nahm ein großer schwerer Metallschreibtisch die Mitte des Raumes ein. Sonstige Möbelstücke gab es keine. Eine Person in schwarzem Trainingsanzug -- die beiden hatten sich wohl umgezogen -- und einer grauen Maske betrat den Raum. Im Gegenlicht der Abendsonne erkannte Martin die schwarzen Haare unter der Maske und vermutete die Jüngere der beiden. Sie beugte sich zu ihm herunter -- plötzlich startete draußen mit viel Getöse und laut polternd der Mercedes-Diesel. Die Entführerin erkannte in diesem Sekundenbruchteil, dass bei den Fesseln was nicht stimmte, riss die Augen auf, stieß einen kurzen Schrei aus und wollte zurückspringen. Das gelang aber nicht mehr, weil Martin mit der linken Hand ihren Knöchel gepackt hatte und in seine Richtung riss, was dazu führte, dass sie rücklings von der Matratze fiel und hinten gegen die Wand stieß. Keine Sekunde später war Martin über ihr und donnerte ihr die rechte Faust mit aller Kraft gegen die Schläfe. Ihr Kopf fiel links auf die Schulter und sie bewegte sich nicht mehr. Martin horchte auf das unregelmäßige Tuckern des Diesels draußen, die Lady war offenbar noch mit dem Reversieren beschäftigt. Er schnappte sich den längeren der beiden Kabelbinder, zog ihn der Jüngeren über den Kopf und um den Hals und zog ihn so fest es ging zu. Durch den schnürenden Druck um den Hals erwachte die exotische Schönheit wieder ein wenig ...