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Die Belästigung Teil1
Datum: 30.11.2021, Kategorien: 1 auf 1,
... tatsächlich etwas gehört. Ich ging 20 Meter hin zur Straße, schickte erneut eine SMS. Da, jetzt hörte man es ganz deutlich. Ich rief es an und nun setzte ein Klingelton ein. Nach kurzer Suche hatten wir es entdeckt. Es muss wohl gestern beim Wegtragen herunter gefallen sein, es lag hinter einem Reisighaufen, das Bändchen zum Umhängen war gerissen. Ich gab es ihr. Sie schaute drauf. Nur der Anruf, und die beiden SMS. Nichts von ihren Eltern. Sie schien erleichtert aufzuatmen. Niemand hatte ihre Abwesenheit bemerkt. "Soll ich dich nach Hause fahren"? "Nein danke, nicht nötig. Ich kenne den Weg. Vielen Dank für alles". "Keine Ursache, Hannah. Und pass auf dich auf". Sie ging in die andere Richtung des Parks und drehte sich nicht nochmal um. Nun hätte die Geschichte mit Hannah hier zu Ende sein können, war sie aber noch nicht. Zu Hause machte ich mich an die Arbeit, und übergab dann diesem Patrick sein Handy. Ich gab ihm noch den Rat, sich andere Kumpels als diese Idioten zu suchen. Ich kannte seine Eltern, sie waren angesehene Leute, beides Ärzte. Dann lief bei mir wieder der Alltag an. Eine gute Woche später, es war später Samstag Nachmittag, klingelte es plötzlich an der Tür. Wer konnte das sein? Post usw., alle schon durch. Ich öffnete die Tür, und davor stand Hannah, und lächelte mich an. "Hallo Herr Richard, also Herr ...". "Ach Hannah. Komm rein. Du kannst ruhig das Herr weglassen und Richard oder du sagen". Sie sah umwerfend aus. Kein Vergleich zur letzten mal. ...
... Sie hatte Hot Pants an (es war ja sehr warm), dazu ein Oberteil mit Aufdruck, natürlich bauchnabelfrei, und schicke Sneakers. Außerdem war sie recht ansprechend geschminkt, aber gekonnt, vor allem die Augenpartie, die sie mit künstlichen Wimpern aufgewertet hatte, aber moderat. Natürlich wusste ich, dass es künstlich war, aber es sah nett aus. Ich bat sie ins Wohnzimmer. "Nimm Platz. Willst du was zu trinken? Was ohne Alkohol"? Sie griente. "Ja, ist wohl besser, was? Am besten eine Cola. Wenn sie haben. Wenn du hast". "Du hast Glück. Hab ich immer im Haus, falls mal meine Tochter zu Besuch kommt". Ich holte es und stellte es vor ihr ab. "Willst du nicht wissen, warum ich gekommen bin"? "Nein" log ich. "Ich freue mich, dass du da bist. Und dass es dir offenbar wieder besser geht. Bist du jetzt Mitglied des Olymp"? "Des Olymp"? "Ja, du siehst wie eine Göttin aus". "Ach so". Sie wurde verlegen. "Nein, also ich wollte mich bedanken wegen letztens. Mir ging es da nicht so gut und da hab ich es schlicht .... vergessen". "Hast du nicht. Hast dich doch schon bedankt". "Echt? Macht nichts, kann man ja nicht oft genug machen. Ich wollte mich auch noch entschuldigen". "Wofür"? "dass ich so misstrauisch war bei dir". "Schon gut, war genau richtig. Man weiß ja nie. Menschen können täuschen". Sie schaute sich im Wohnzimmer um. "Schön haben sie's hier. Hast du's hier. Hat das eine Frau eingerichtet"? "Ja, meine Frau". "Oh, ist sie weg.."? "Ja, sie ist jetzt im Himmel. Also soweit ich das ...