1. Zwischen Liebe und Tod


    Datum: 28.12.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Kurze Einleitung:
    
    Eine Geschichte wird nur dann zu einer guten Geschichte, wenn die Phantasie mit der Wahrheit vermischt wird, das Ganze gut umgerührt und dann zum Aufschreiben bereit ist. Diese Geschichte enthält auch Funken von Wahrheit, realen Erlebnissen und eine gehörige Prise Phantasie.
    
    Es gibt zwei Protagonisten in dieser Geschichte, aber möglicherweise wurden auch mehrere Einzelpersonen miteinander vermischt und zu den beiden Protagonisten zusammengefasst, so dass am Ende diese beiden daraus entstanden sind.
    
    Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Konstruktive Kritik ist gerne gesehen, und wenn jemand Lust und Muse hat, mit mir an dieser Geschichte weiterzuschreiben, würde es mich freuen.
    
    Jasocool
    
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    Es ist wieder so weit, wie jedes Jahr am 31. Juli. Leise steige ich die Treppen hinauf in dieses Haus, das schon so viel Geschichte gesehen und erlebt hat. Es steht schon so viele Jahre in dieser Stadt, dass es nicht wegzudenken ist und für mich immer "Das Haus" bleiben wird.
    
    Für andere ist es eine Bruchbude, ein Betonbunker, der den Zweiten Weltkrieg überlebt hat und einfach nicht als Schandfleck aus dieser Stadt verschwindet. Doch für mich ist es der Ort, an dem alles begann.
    
    Hier wurde ich zum Mann, hier lernte ich lieben und hassen, lernte zu trauern und zu unterwerfen, lernte zu gewinnen und zu verlieren, lernte so vieles, dachte, ich könne alles und konnte nichts.
    
    Jetzt steige ich wieder die Stufen zum obersten Stockwerk hinauf. Ich komme ...
    ... oben an und finde die Tür auf das alte Flachdach, stoße sie auf und bin wie immer überwältigt von der Aussicht, den Kontrasten dieser Stadt. Sie ist wie ich, im Norden hart und dunkel, im Westen versinkt der leuchtende Feuerball der Sonne gerade über dem Hafen im Fluss und lässt das Wasser so wunderschön in Flammen stehen.
    
    Und vor mir steht sie, die Eine, die mich jedes Jahr aufs Neue in diese Stadt zieht, immer am 31. Juli, immer zur selben Zeit am selben Ort, immer da, wo alles begann.
    
    Ihre Silhouette hebt sich vom Feuerball der Sonne im Westen ab. Es scheint, als ob hinter ihr die Welt in Flammen stünde. Sie bewegt sich nicht, sieht mich nur an.
    
    Ich gehe auf sie zu, schließe sie in die Arme, küsse ihre von ihren Tränen leicht salzigen Wangen und katapultiere mich in der Zeit zurück zu damals, als wir noch nichts wussten, so unerfahren waren und doch schon so viel Tod und Leid gesehen hatten.
    
    Ich drücke sie an mich, spüre ihren Körper, der noch von ihrer Jeans, ihrem T-Shirt und ihrer Lederjacke verdeckt ist, so intensiv an meinem. Ich spüre die Waffe in ihrem Schulterholster, die leicht gegen mich drückt.
    
    Jedes Jahr am 31. Juli treffen wir uns genau hier, an der Stelle, an welcher alles mit uns beiden begonnen hat, an der sie durch meinen Körper zur Frau und ich durch ihren zum Mann wurde.
    
    Seit diesem Tag sind inzwischen 10 Jahre vergangen, 10 lange Jahre, in denen ihr Weg sie zur Polizei führte. Sie wurde zu einer Beamtin, die darauf spezialisiert wurde, ...
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