1. Mittagspause


    Datum: 04.02.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... pfeifen. Unter Dörtes kurzem dünnen Rock zeichnen sich einladend zwei knackige Halbkugeln ab, die bei jedem Schritt reizvoll schwingen. Die Absatzschuhe betonen geschmackvoll die schlanken Beine seiner Frau und lassen sie länger wirken, als sie sind. Dass Dörte auf ihre Figur achtet und sich vorteilhaft zu kleiden versteht, weiß Olav sehr zu schätzen. Eine begehrenswerte Partnerin an seiner Seite zu haben, bedeutet ihm viel.
    
    In der Küche ist der Tisch schon für ihn gedeckt. Olav setzt sich, als Dörte beginnt, ein Nudelgericht auf seinen Teller zu füllen. Ihm war bei seinem Anruf bewusst, dass die Zeit für sie nicht reichen würde, um etwas Aufwändiges zuzubereiten. Daher ist er keineswegs enttäuscht. Wenn sein Plan aufgeht, wird das Essen ohnehin zur Nebensache werden.
    
    Nachdem Dörte den Topf zurück auf den Herd gestellt hat, stellt sie sich schweigend neben ihn. Wenn seine Frau sich vorgenommen hat, nur zu reden, wenn sie gefragt wird, soll es Olav recht sein. Auf Konversation kann er gut verzichten. Aber er will ihre Geduld nicht unnötig strapazieren. Deshalb bricht er das Schweigen. „Setz Dich mir gegenüber. Aber mit etwas Abstand zum Tisch."
    
    Der knappe Befehl genügt. Dörte wendet sich herum, um den zweiten Küchenstuhl einen halben Meter vom Tisch wegzuziehen, bevor sie darauf Platz nimmt. Noch ehe sie richtig sitzt, kommandiert Olav: „Zieh Deinen Rock hoch, leg Deinen Kopf zurück und schließe die Augen. Massiere mit dem Daumen Deine Perle und stell Dir dabei vor, ...
    ... es wäre meiner."
    
    Wieder gehorcht Dörte, ohne zu zögern. Aus eigenem Antrieb hätte sie es kaum gewagt, in der Küche vor ihrem Mann zu onanieren, noch dazu, während er eine Mahlzeit zu sich nimmt, obwohl sie dies gleichermaßen als demütigend und aufregend empfindet. Weil sie die Verantwortung für ihr Handeln abgegeben und in seine Hände gelegt hat, braucht sie sich über die Schamlosigkeit ihres Verhaltens keinerlei Gedanken zu machen. Sich unterzuordnen, macht ihr so vieles leichter.
    
    Noch bevor Dörtes Daumen ihre empfindlichste Stelle erreicht hat, ist ihre Wollust weiter gewachsen. Ungewissheit, Vorfreude und die sanften Reize der Liebeskugeln hatten sie schon mehr als nur angefacht. Das Wissen um seine Blicke, die jede Regung von ihr aufmerksam verfolgen, lässt ihre Nerven prickeln. Damit es ihr leichter fällt, die Illusion zu schaffen, es wären seine Hände, die sie verwöhnen, schließt sie die Augen. So kann sie sich auch noch besser auf ihre Empfindungen konzentrieren und alles andere ausblenden. Sie hofft trotz des Verlangens, das sie mehr und mehr erfasst, nach außen cool zu wirken. Sie würde Olav gern im Unklaren darüber lassen, wie sehr sie die Situation genießt. Sie will ihn animieren, noch möglichst lang seine Rolle zu spielen und sie nach seiner Pfeife tanzen zu lassen. Es wäre zu schade, wenn er das Abenteuer beendete, weil er meint, sie hätte ihren Spaß bereits gehabt.
    
    Fasziniert sieht Olav zu, wie seine Frau ihren Daumen über ihre Klitoris kreisen lässt. ...
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