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Erinnerung an meine Schulzeit
Datum: 23.03.2022, Kategorien: Erstes Mal
Vorwort Dieses Mal habe ich meine allererste eigene Geschichte herausgekramt, die ich je geschrieben habe. Ich habe sie so belassen, wie ich sie damals zu Papier gebracht hatte, einzig einige Rechtschreibkorrekturen und Kommasetzungen habe ich modernisiert. Ich finde sie noch immer spannend. ich hoffe ihr auch. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Es liegt schon einige Zeit zurück. Ja damals, ich war gerade 18 Jahre alt und stand wenige Tage vor meinem 19-ten Geburtstag. Noch ging ich in die 12-te Klasse. Zu Beginn des Schuljahres bekamen wir eine neue Deutsch- und Geschichtslehrerin. Unsere letzte hatten wir im letzten Jahr dermaßen fertig gemacht, dass sie Ende des Schuljahres das Handtuch geworfen hatte. Natürlich hatten wir uns auch diesmal vorgenommen die Neue in den verdienten Ruhestand zu schicken. Doch so richtig umsetzten konnten wir es dann doch nicht. Unsere neue Lehrerin hieß Frau Müller und war etwa Anfang 40. Schon als sie das erste Mal unsere Klasse betrat, hatte sie die gewisse Ausstrahlung von Strenge und Macht. Mit ihren mittelalterlichen Kostümen, den gestreng nach oben gesteckten Haaren und ihrem Auftreten vor unserer Klasse, ja sie war wie aus einem alten Schulfilm entsprungen. So wie sie auftrat, war sie auch im Unterricht, streng, unnachgiebig, bei ihr getraute sich keiner irgendwie aufzumucken. Anfangs war das für uns natürlich nicht ganz leicht, sie war die ...
... Hasslehrerin der Schule. Doch schnell begriffen wir, dass sie so sein musste, um uns in den Griff zu bekommen. Der Unterricht bei ihr war gar nicht langweilig, manchmal doch auch recht interessant, aber nur wenn man versuchte ihrem Stoff zu folgen. Nur einmal nicht richtig aufgepasst und man war raus aus dem Zusammenhang. Und noch eine Erstaunlichkeit zeigte sich bei ihr, der Unterricht begann so pünktlich wie er auch aufhörte, also keine Minute Zuviel. Mit der Zeit entwickelte sich Frau Müller von der Hasslehrerin zu der beliebtesten in der Schule. Nun war es Sommer, kurz bevor die großen Ferien los gingen. In Geschichte stand ich auf Kippe, und ich brauchte noch dringend eine Zensur. Frau Müller wusste das und bat mich noch einen Vortrag über ein geschichtliches Ereignis zu machen. Also sollte ich doch nach der Stunde noch etwas dableiben, um einige Punkte zum Vortrag zu klären, was er beinhalten sollte und so. Anfangs war ich darüber nicht gerade in Begeisterung gefallen, wie man sich sicherlich denken konnte. Es war die letzte Stunde. Ich wollte schnell nach Hause. Draußen schien die Sonne. Im Zimmer war es trotz geöffneter Fenster bullenheiß. Außerdem hatte ich voll keinen Bock auf irgend-einen Vortrag. Na ja aber was tut man nicht alles, um die Jahresabschlussnote noch etwas zu verbessern. Da musste ich Wohl oder Übel in den sauren Apfel beißen. Endlich, endlich klingelte es, endlich war die Stunde zu Ende. Alle beeilten sich, um nur schnell aus der Schule heraus ...