1. Erinnerung an meine Schulzeit


    Datum: 23.03.2022, Kategorien: Erstes Mal

    ... zu kommen. Normalerweise hätte ich auch so schnell wie möglich versucht aus der Schule zu verschwinden.
    
    Aber wegen des blöden Vortrages durfte ich nicht, das alles fix hinter mir lassen. Langsam und missmutig packte ich meine Sachen ein, außer einem Block und etwas Schreibzeug. Danach setzte ich mich in die erste Bankreihe und hoffte, dass es so bald wie möglich vorbei gehen würde. Nach kurzer Zeit waren Frau Müller und ich alleine im Klassenzimmer. Nach einigen Augenblicken, in denen sie ihre Sachen ordnete, begann sie mir die wichtigsten Punkte meines Vortrages zu diktieren. Währenddessen sie mir so alles erzählte, stand sie auf und ging vor meinem Tisch auf und ab. Natürlich versuchte ich alle ihre Worte schriftlich festzuhalten und
    
    achtete nicht weiter auf meine Lehrerin. Ich hörte nur ihre Worte und schrieb.
    
    Nach einer ganzen Weile, ich hatte schon fast eine ganze A4-Seite geschrieben, hörte sie auf und kramte einige Broschüren aus ihrer Tasche. Aus diesen sollte ich weiteres Material für den Vortrag ziehen, sagte sie. Ich schaute gelangweilt auf, als sie mir die Broschüren reichte. Ich traute meinen Augen nicht. Lässig stand sie, mit einer Hand auf meinem Tisch gestützt, neben mir. Sie hatte sich ihr Jackett ausgezogen. Durch ihre seidene Bluse schillerte ein aufregender, schwarzer Spitzen-BH. Samt-weich fielen ihre Haare über ihre Schultern. Sie musste sie sich vorhin irgendwann geöffnet haben. Mein Blick ging höher. Ungewollt schauten wir beide uns in die ...
    ... Augen. Kaum einen halben Meter voneinander entfernt, schauten wir uns an. Eine äußerst ungewöhnliche, faszinierende Spannung trat zwischen uns. In meiner Magengrube schienen sich kleine Krabbeltiere zu belustigen, und das gefiel mir überhaupt nicht.
    
    Ich wollte es nicht, aber bei diesem Anblick, bei dieser Frau, kamen mir starke, überwältigende, erotische Gedanken. So hatte ich meine Lehrerin noch nie angesehen. Auch die Vorstellung, sie irgendwie erotisch zu finden, ist mir noch nie in den Sinn gekommen. Ihr Auftreten, ihr Altersunterschied ließen mich nicht in den Verdacht geraten, für Frau Müller irgendetwas derartiges zu empfinden. Doch gerade an diesem Tage, in jenem Augenblick war es unvermeidlich. Ihre Ausstrahlung, die Spannungen zwischen uns hatten die Kontrolle über mich übernommen.
    
    Eine ganze Zeit starrte ich sie an. Langsam gewannen meine Gedanken wieder das Oberwasser. Als ich gerade Mal ansatzweise versuchte zu verstehen, was mir da eben passiert war, er-schreckte ich mich innerlich. Schnell senkte ich meinen schon hochrot anlaufenden Kopf nach unten. Ich schämte mich unendlich für meine Gedanken, Frau Müller war schließlich fast 20 Jahre älter als ich und noch dazu meine Lehrerin.
    
    Mit den verlaufenden Sekunden verschwand auch langsam in mir meine Aufregung, alles in mir beruhigte sich ein wenig, außer das ungewöhnliche Gefühl in meiner Magengrube. Meine Gedanken konnte ich dann nur zögerlich wieder auf meine Aufgabe lenken. Frau Müller hatte die Broschüren ...
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