1. Gaia - Teil 03


    Datum: 31.03.2022, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... meines zweiten Vaters Thomas wieder ein. Ich solle mir die alten Zeiten doch einmal selbst ansehen. Und auch die Frage Christianes ob sie nicht einmal mitkommen könne.
    
    Wir alle saßen zusammen beim Grillen auf unserer Veranda, Sandra brachte gerade unsere beiden Engel ins Bett und von Nebenan schienen Yvonne und Mark fest entschlossen gleich ihr zweites Kind auf den Weg zu bringen und Christiane hatte es sich auf einer Liege am Kohlegrill gemütlich gemacht als ich sie daraufhin ansprach. Sie war wohl schon immer im Herzen eine Abenteurerin und so war sie gleich Feuer und Flamme für die Idee. Die aktuelle Zeitlinie durften wir nicht verändern so blieb uns nur jene Menschen zu holen die Ihr Schicksal auf der Erde bereits erfüllt hatten, also jene die niemandem mehr begegnen würden, keine Kinder mehr bekämen und auch nichts wichtiges mehr leisteten, also sprich: Es kamen nur Menschen in Frage die kurz vor Ihrem Tode waren und deren Körper auf der Erde nicht vermisst würden. Das grenzte es schon sehr ein. Auch stellte sich die Frage wie wir Ihnen den Fortgang glaubhaft verkaufen konnten, wie wir jene auswählen sollten welche wir mitnehmen konnten. Zusagen würde im Angesicht des Todes wohl jeder, aber anschließend unsere Regeln einhalten? Und welche Zeitabschnitte kamen überhaupt in Frage? Es durfte nicht zu weit in der Vergangenheit sein. Alles was 2000 oder 3000 Jahre oder mehr in der Vergangenheit lag darüber wussten wir einfach zu wenig. Zu fragmentarisch waren die ...
    ... Aufzeichnungen. Das andere Problem war die Moderne: Relativ schnell kam Nazideutschland auf, aber ein paar tausend Leute im 21. Jahrhundert mit unbekanntem Ziel offiziell auswandern zu lassen ist erstaunlicher Weise sehr viel schwieriger als nur ein paar Hundert oder nur Dutzende aus dem 20. Jahrhundert verschwinden zu lassen, selbst wenn es zu der Zeit ohnehin täglich tausende taten. Aber genau da liegt die Krux: Zu viel Chaos in den Geschichtsbüchern außerhalb der Vernichtungsmaschinerie und zu wenig darin. Mal eben Hunderte oder Tausende gefangene aus einem KZ befreien, selbst wenn man diese direkt vor dem Tod herausholte barg einfach zu viele gefahren. Wenn ein Wärter beim durchzählen nachher zu wenige Leichen meldete würden schnell Fluchtversuche vermutet, womöglich andere Gefangene als Abschreckung getötet oder andere erfolgte Fluchten oder Schutzmaßnahmen wie von Oskar Schindler vereitelt. Tja es lebe die deutsche Bürokratie.
    
    Wir überlegten und beratschlagten noch lange. Nachdem unsere kleinen Schreihälse im Bett waren überlegte auch Sandra kräftig mit. Am Ende hatten wir eine knappe Handvoll günstiger und sicherer Möglichkeiten gefunden. Und unser erster Halt war die Stadt Pompeji im Jahr 79 n.Chr. zwei Tage vor dem Ausbruch des Vesuvs. Ein jeder der durch die Vorboten Angst bekommen hatte, wäre sicherlich schon weit weg aus der Gegend und jene die geblieben waren,.. nunja ....
    
    Wir wollten uns als fahrende Händler ausgeben. Römische Münzen herzustellen war im Grunde zwar ...
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